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Die Generalintendantin der Opéra national du Rhin in Straßburg, Eva Kleinitz, ist nach schwerer Krankheit am Donnerstag, den 30. Mai 2019 im Alter von 47 Jahren gestorben. 2017 hatte sie die Stelle angetreten, zuvor war sie Vize-Chefin der Oper Stuttgart und stellvertretende Intendantin der Bregenzer Festspiele.

die Opernintendeantin EVA Kleinitz (Foto: picture alliance / dpa - Karl Forster)
Für die Oper lebte sie von ganzem Herzen: Die Operndirektorin Eva Kleinitz picture alliance / dpa - Karl Forster

Als Eva Kleinitz im September 2017 die Intendanz in Straßburg übernahm, war sie die erste deutsche Frau auf diesem Posten – was Jahre zuvor noch undenkbar gewesen war. Ihre Berufung ließ den Kulturbetrieb aufhorchen und wurde im Elsass als Zeichen von Weltoffenheit gedeutet.

Auf ihrer Website schreibt die Straßburger Rheinoper: "Mit Eva Kleinitz verliert die internationale Opernwelt eine ihrer engagiertesten Protagonistinnen, einen ganz besonderen Menschen und eine Führungskraft, die die Künstlerinnen und Künstler in den Mittelpunkt der Arbeitszusammenhänge stellte."

Zuvor war sie Direktorin und Vize-Intendantin an der Oper Stuttgart und Leiterin des künstlerischen Betriebsbüros der Bregenzer Festspiele. Schnell hatte sich die aus Hannover stammende, damals 45jährige Musikwissenschaftlerin, auf die Arbeit an der Opéra national du Rhin eingestellt, die kein klassisches Opernhaus ist, sondern ein Ensemble mit weiteren Standorten in Mulhouse und Colmar. Im Jahr 2013 wurde Eva Kleinitz zur ersten Frau als Präsidentin der Vereinigung Opera Europa gewählt.

Was Eva Kleinitz besonders am Herzen lag, war die Förderung des Sänger-Nachwuchses. Sie war neben ihren Leitungsfunktionen auch Jurymitglied unzähliger Gesangswettbewerbe und hatte ein herausragendes Gespür dafür, begabte junge Sängerinnen und Sänger zu entdecken, zu begleiten und durch die richtigen Rollen zum richtigen Zeitpunkt zu fördern. Nicht nur ihnen wird die profilierte und leidenschaftliche Theatermacherin Eva Kleinitz fehlen.

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