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Die 30-Jährige Neuseeländerin Tianyi Lu gewinnt beim Internationalen Dirigentenwettbewerb Sir Georg Solti den ersten Preis. Den zweiten Preis teilen sich Gábor Hontvári und Johannes Zahn.

Dirigentin Tianyi Lu (Foto: Pressestelle, Antony Potts)
Lu interessiert sich für zeitgenössische und Alte Musik. Sie spielt Barockflöte, Viola da Gamba sowie Cembalo und komponierte während ihres Studiums elektronische Musik. Pressestelle Antony Potts

9. Ausgabe des Internationalen Dirigentenwettbewerbs

Die neunte Ausgabe des Dirigentenwettbewerbs Sir Georg Solti endete mit einem Finalkonzert in der Alten Oper Frankfurt. Bei dem Abschlusskonzert am 11. Oktober standen die drei Finalist*innen Tianyi Lu (*1990), Gábor Hontvári (*1993) und Johannes Zahn (*1990) auf dem Podium.

Unter ihrer Leitung hat das Frankfurter Opern- und Museumsorchester Ludwig van Beethovens siebte Sinfonie aufgeführt. Tianyi Lu dirigierte den ersten Satz, Johannes Zahn den zweiten und dritten Satz und Gábor Hontvári den vierten Satz. Die vier Sätze waren den Kandidat*innen per Los zugeteilt worden.

Publikumspreis geht an Johannes Zahn

Darüber hinaus wurde ein Publikumspreis vergeben. Dieser ging an Johannes Zahn. Er erhält einen Original-Dirigierstab von Sir Georg Solti aus dessen Frankfurter Zeit. Der erste Preis des Wettbewerbs ist mit 15.000 Euro, der zweite mit 10.000 Euro und der dritte mit 5.000 Euro dotiert.

Tianyi Lu ist „Female Conductor In Residence“ der Welsh National Opera in Cardiff und Chefdirigentin der St. Woolos Sinfonia im Vereinigten Königreich. Geboren wurde sie in Shanghai und wuchs in Neuseeland auf. Sie studierte in Auckland, Melbourne sowie in Cardiff, Wales. Lu engagiert sich für Education- und soziale Projekte mit Jugendlichen.

Mit den ersten beiden Preisen verbunden sind Einladungen zu Dirigaten des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters und des hr-Sinfonieorchesters, und auch weitere Orchester haben Gastdirigate oder Assistenzen in Aussicht gestellt. Für den 9. Solti-Dirigentenwettbewerb hatten sich 437 junge Dirigentinnen und Dirigenten aus 56 Ländern beworben.

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