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Musikwissenschaftler Jascha Nemtsov über Wagners Gesamtkunstwerke: Ideologisch, nationalistisch, antisemitisch

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Jascha Nemtsov lehrt an der Musikhochschule Weimar und am Geigerkolleg Potsdam, er hat die Werke Richard Wagners genau studiert, würde aber nie nach Bayreuth zu den Richard-Wagner-Festspielen gehen. Der pseudoreligiöse Kult um den Komponisten und sein Werk stoße ihn ab, sagt Nemtsov, der aus einer russisch-jüdischen Familie stammt. Dass Hitler oft ein gern gesehener Gast in Bayreuth war, spielt dabei ebenfalls eine Rolle.

„Die Musik existiert nicht einfach nur als Musik, sondern die außermusikalischen Impulse prägen den musikalischen Inhalt“, sagt Professor Jascha Nemtsov über die Musik Wagners. Für ihn sind Wagners Musik, seinen Schriften und deren Nachwirkungen untrennbar miteinander verwoben.

Am 25. Juli werden die 145. Bayreuther Festspiele mit der Oper ,,Der fliegende Holländer" eröffnet.

Musikthema Vor 20 Jahren dirigierte Barenboim in Israel Wagner - ein viel diskutierter Tabubruch

Am 7. Juli vor 20 Jahren dirigierte Daniel Barenboim in Israel Richard Wagners Vorspiel zu „Tristan und Isolde“: ein Tabubruch. Er würde nie Musik dirigieren, die antisemitisch sei, so die Erklärung des Maestro. „Warum kümmert Euch Deutsche, dass die Israelis keinen Wagner spielen? Wollt Ihr Wagner einen Kosher-Stempel aufdrücken?“ fragt jetzt der Weimarer Musikwissenschaftler Jascha Nemtsov. Maria Ossowski hat ihn getroffen.  mehr...

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