Musikstück der Woche mit Daniil Trifonov Frédéric Chopin: Rondo à la Mazurka für Klavier

Immer wieder beglückend: Daniil Trifonov spielt Frédéric Chopin!

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Startschuss Chopin - mit der Bronzemedaille beim Internationalen Chopin-Wettbewerb 2010 begann die kometenhafte Karriere des Pianisten Daniil Trifonov. Damals war er 19. Auf dem Wettbewerbs-Programm: unter anderem dieses farbenprächtige Rondo à la Mazur (oder auch "Mazurka") des jungen Chopin.

Ein musikalisches Überraschungspaket: Chopin kombiniert hier geschickt Elemente der polnischen Nationalmusik mit alten Kirchentonarten und baut sie ein in ganz klassische Formen.

Chopin experimentiert mit Tonarten und den Eigenheiten der Dorfmusikanten

1828 hat Chopin das Stück im Druck veröffentlicht, damals war er 18 und an der Warschauer Musikhochschule Student von Józef Elsner. Entstanden ist dieses Rondo aber wahrscheinlich schon ein oder zwei Jahre zuvor.

Der Chopin-Forscher Tadeusz A. Zielinsky schreibt darüber: "Das Thema des Rondos stützt sich auf die in der polnischen Volksmusik häuf verwendete lydische Skala, in der die Quarte erhöht ist (h), und vermeidet überdies den Leitton. Chopin unterstreicht das drastisch in den vier einleitenden Takten, die die Melodie allein, ganz ohne Begleitung vorstellen. Die anschließend hinzutretenden Akkorde stützen sich hartnäckig auf den stets wiederholten Basston f, was ganz offensichtlich eine Anspielung auf die Musik der Dorfmusikanten ist."

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