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Von seinen Landsleuten wurde Antonín Dvořák als Nationalkomponist verehrt und gefeiert. Doch er und seine Musik gingen schon Ende des 19. Jahrhunderts buchstäblich um die Welt.

Zu seinen größten Erfolgen zählt die 7. Sinfonie, die ihre Uraufführung in der größten Stadt der damaligen Welt erlebte: London.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
10:05 Uhr
Sender
SWR2

Kunstwerk im Kunstwerk

Das Werk steht in d-Moll, der Tonart der 9. Sinfonie von Beethoven. Die vorherrschende Wirkung des ersten Satzes ist sowohl grimmig als auch bezaubernd, voller kraftvoller Gesten und lichtdurchflutetem, tänzerischen Farbenspiel. Der gesangliche Hauptgedanke des zweiten Satzes wird zunächst von der Klarinette vorgestellt; daraus entwickelt sich ein Kaleidoskop aus zwielichtigen, gelöst strömenden und kraftvollen Episoden. Der dritte Satz hebt vorsichtig und kantabel im Tonfall eines Ländlers an. Das komplexe, finster vorwärtsdrängende Finale gipfelt in einer sich immer weiter aufschichtenden Coda – für sich genommen ein Kunstwerk im Kunstwerk.

Enorme Begeisterung

Bei der Uraufführung im April 1885 in der Londoner St. James Hall mit dem Londoner Philharmonic Orchestra stand Dvořák selbst am Pult. Sie wurde mit enormer Begeisterung vom Publikum aufgenommen, was mit dazu beitrug, Dvořáks Ruhm als Symphoniker auf der ganzen Welt zu bereiten. Dvořák selbst war über die Erfahrungen auf der britischen Insel voller Stolz und Dankbarkeit. An seinen Vater schrieb er: „Ich kann euch gar nicht sagen, wie diese Engländer mich auszeichnen und mögen!“

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