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Von seinen Landsleuten wurde Antonín Dvořák als Nationalkomponist verehrt und gefeiert. Doch er und seine Musik gingen schon Ende des 19. Jahrhunderts buchstäblich um die Welt.

Zu seinen größten Erfolgen zählt die 7. Sinfonie, die ihre Uraufführung in der größten Stadt der damaligen Welt erlebte: London.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
10:05 Uhr
Sender
SWR2

Ein Tscheche in London

„Damit Ihr nur einen kleinen Begriff davon bekommt, wie dieses London aussieht, und wie ungeheuer groß es ist, lasst euch also dies sagen: Wenn man die ganze tschechische Bevölkerung in ganz Böhmen im Ganzen nähme, dann wäre es noch immer nicht soviel, wie London Einwohner zählt.“

Aus Zeilen wie diesen, die Antonín Dvořák Mitte der 1880er-Jahre an seinen Vater schrieb, spricht die pure Bewunderung für die Großstadt London. Schon seit der Mitte des 19. Jahrhunderts galt sie Vielen als größte Stadt Europas. Zur Zeit von Dvořáks Besuch lebten dort schätzungsweise knapp 5 Millionen Menschen.

Inspiration in der Großstadt

Die Einladung in die Metropole im Jahr 1884 verdankte Dvořák der Londoner Philharmonic Society, die bei dem inzwischen auf dem europäischen Festland etablierten Komponisten anfragte, ob er einige seiner eigenen Werke aufführen wolle. Unter ihnen ragt die 7. Sinfonie als ein besonderes Meisterwerk hervor. Lange hatte Dvořák nicht mehr in der Gattung geschrieben, doch nun, in England, fühlte er neue Inspiration. Auch die Uraufführung der 3. Sinfonie von Johannes Brahms im Dezember des Vorjahres prägte Dvořák stark.

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