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Musikjournalismus worüber, wie schnell, für wen und wie teuer?

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Musikjournalismus worüber, wie schnell, für wen und wie teuer? Studierende des Instituts Musikjournalismus der Hochschule für Musik Karlsruhe geben in Form von mehreren Features Antworten.

Blick ins SWR Studio (Foto: SWR)
Blick ins SWR Studio

Zum 25-jährigen Jubiläum des Studiengangs Musikjournalismus hinterfragen die Studierenden ihren eigenen zukünftigen Beruf. In mehreren Features suchen sie Antworten auf die Fragen: Wer bezahlt letztendlich kostenlose Online-Texte? Ist Musikjournalismus ein Austausch mit anderen oder selbst austauschbar? Wie viel Beschleunigung rettet den hektisch gewordenen Journalismus vor dem Stillstand? Humorvoll erzählt führen die Features von der eignen Küche über eine Bar bis hin zu fremden Planeten und einem Laden, der Wörter verkauft. Und egal, wo es hingeht, die Musik ist immer dabei.

Laura Schiffler und Marcel Hiller: Wörterpreise. Was kostet Musikjournalismus?

Einfach mal schnell Konzertkarten kaufen, das neue Musikvideo vom Lieblingskünstler ansehen oder Entspannungsmusik einschalten. Das sind nur wenige Beispiele dafür, was heute über das Internet alles möglich ist – und das kostenlos.

Der Mensch ist es gewohnt über das Internet kostenlos Zugang zu jeglicher Informationsquelle zu haben. Das Hängenbleiben an der Bezahlsperre einer Zeitung oder eines Magazins fühlt sich also erst einmal sehr unangenehm an. Gerade aber der Musikjournalismus lebt von den regionalen Zeitungen, die über Konzerte schreiben und von Künstlern erzählen. Auch sie müssen auf Online-Angebote ausweichen, weil die gedruckte Zeitung immer weniger gelesen wird.

Wieso ohne die Bezahlschranke die Existenz von Zeitungen, Journalist*innen und Autor*innen bedroht wäre und warum der Preis dafür ein Schnäppchen ist, darüber lassen Laura Schiffler und Marcel Hiller in ihrem Feature "Wörterpreise. Was kostet Musikjournalismus?" nachdenken.

Ulrich Wiederspahn: Austauschbarer Musikjournalismus? Abstrakt und Absurd

Wenn Sie in eine Bar kämen, die anstatt Getränke auszuschenken nur Radiosender servieren würde – was würde Ihnen schmecken? Prickelnde Geschichten? Vollmundige Moderationen? Oder einfach nur Musik?

Wir begleiten eine junge Frau, die sich in genau dieser „Austausch-Bar“ einen Drink nach dem anderen bestellt. So lernt sie verschiedene Radioformate und Musikstücke kennen. Doch je mehr sie kostet, desto weniger schmeckt es ihr. Denn Sie erlebt auch musikalische Dauerschleifen, Selbstbeweihräucherung der Moderatoren und vertrottelte und Programme. Und: Musik kann man ja sowieso gar nicht erklären! ...

Johannes Heuft und Pauline Link: „Visit 2070. Musikpublikum und Musikjournalismus der Zukunft

Das ist nicht meine Musik, sowas höre ich nicht“, so tickt der Mensch. Nicht so die Bewohner*innen des Planeten Omnioid. Alle hören alle Genres, alle tauschen sich über das Gehörte aus und diskutieren permanent darüber. Sibelius auch in der Raumschiffwerkstatt, Electro in der High Society. Und egal ob jung oder alt, keiner kann sich der Anziehungskraft der Musik entziehen.

Musikkonsum und -diskussion ist auf Planet Omnioid nicht nur fester Bestandteil des Alltags, sondern auch Lebenselixier. Eine wahre Traumwelt für Musikjournalisten.

Tabea Wilkens und Milena Jaiser: News Fermentieren. Entschleunigung im Journalismus

Täglich werden uns Schlagzeilen an den Kopf geworfen wie: „Flüchtlingslager Moria in Flammen“ oder „Kultur am Abgrund: Wie eine ganze Branche unter Corona leidet“. Der innerliche Druck ständig Up to Date zu sein, kennt jeder von uns. Themen in den Nachrichten werden oft nur noch oberflächlich recherchiert. Hauptsache die neusten Ereignisse erreichen die Konsumenten schnellstmöglich.

Glücklicherweise geht der Trend hin zur Langsamkeit. Slow-Media soll die Zukunft des Journalismus sein. Aber können wir uns das leisten? Dieser Frage gehen die Autorinnen Tabea Wilkens und Milena Jaiser in ihrem Kurz-Feature „News fermentieren - Entschleunigung im Journalismus“ nach.

Musikstunde „Über Musik zu reden, ist wie über Architektur zu tanzen" – die Geschichte des Musikjournalismus (1-5)

Klatsch und Tratsch über Opernstars war schon zu Telemanns Zeiten beliebt. Auch Robert Schumann schrieb fürs Feuilleton und der Kritiker Eduard Hanslick sorgte für einen der größten musikästhetischen Streits der Geschichte.  mehr...

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Brüggemanns Klassikwoche Wer bezahlt die Musik?

Axel Brüggemann hat einige Reaktionen erhalten, als er in seiner Kolumne davon sprach, dass die Macht der Musiklabels vorbei sei. Wie er seine Rolle als Journalist einordnet und warum er der festen Überzeugung ist, dass die Gemeinschaft Klassik weiterhin finanzieren sollte, erläutert er in diesem neuen Beitrag.  mehr...

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