Ausgestellte Musik

Mehr als Tannhäuser: Ausstellung zur Musikgeschichte der Wartburg

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Schon seit dem 4. Mai ist ein Besuch der Wartburg bei Eisenach mit Mund- und Nasenschutz und bei beschränkter Besucherzahl wieder möglich. Ab sofort ist dort jetzt der musikalische Genius Loci der Welterbestätte zu erkunden.

Parforcehorn in der Ausstellung "Im Bann des Genius Loci - Die Wartburg und die Musik" (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Bodo Schackow)
Ein Parforcehorn in der aktuellen Wartburg-Ausstellung, die den Bogen vom höfischen Mittelalter bis zum Sängertreffen der deutschen Arbeiterjugend in DDR-Zeiten spannt. Bodo Schackow

Eine neue Schau auf der Wartburg befasst sich mit der umfangreichen Musikgeschichte des Weltkulturerbes in Eisenach. Dabei drehe sich die Sonderausstellung "Im Bann des Genius Loci - die Wartburg und die Musik" längst nicht nur um die von der Wartburg inspirierte Richard Wagner-Oper "Tannhäuser", erläuterte Kuratorin Grit Jacobs am Montag, 18. Mai.

Minnesang mit Walther von der Vogelweide und Wolfram von Eschenbach

"Wir fangen natürlich mit dem Minnesang und dem Musenhof von Landgraf Herrmann I. an und dokumentieren die Bedeutung der Dichter Walther von der Vogelweide und Wolfram von Eschenbach", so Jacobs. Beide gehören zu Figuren im sagenhaften Sängerkrieg auf der Wartburg, den später der Komponist Richard Wagner (1813-1883) in der Oper "Tannhäuser" aufgriff.

Politische Vereinnahmung durch den NS-Staat und die DDR

"Uns war aber auch wichtig, die dunkleren Zeiten einmal darzustellen und das historische Phänomen der Wartburg als Sehnsuchts- und Symbolort auszuarbeiten, das sich auch in der Musikgeschichte mehr als deutlich fassen lasst", erklärte Jacobs. So gehe die Ausstellung auch auf die immer wieder wechselnde politische Vereinnahmung der Burg und ihrer Geschichte ein. Aber auch die vielseitigen aktuellen Musikveranstaltungen wie die Wartburgkonzerte des Deutschlandfunks sind Thema. Die jetzt eröffnete Schau mit vielen Musikhörstationen ist bis 31. Januar 2021 zu sehen.

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