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„Bridges“ - Brücken, heißt ein Frankfurter Projekt, bei dem Musiker*innen mit und ohne Migrationshintergrund zusammen musizieren. Musik verbindet nicht nur verschiedene Herkünfte, sondern auch verschiedene Musikstile und Instrumente miteinander. Jetzt erscheint unter dem Titel „Identigration“ das erste Album des Ensembles. Ein exotisches Hörerlebnis.

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Mehr als 150 Musiker*innen wirken mit bei „Bridges – Musik verbindet“

Neun Werke haben die Musiker*innen maßgeschneidert komponiert und arrangiert für die einmalige Besetzung des Kammerorchesters „Bridges“. Die Musiker*innen bringen musikalische Prägungen in unterschiedlichen Musiktraditionen wie der arabischen und persischen Klassik, Jazz und Folklore sowie europäische Klassik und zeitgenössische Musik mit. Gespielt werden Kompositionen aller Kulturen teilweise auf Instrumenten wie der Oud oder der mongolischen Pferdekopfgeige.

Ensemble Bridges (Foto: Pressestelle, Bridges Musik verbindet gGmbH, Frankfurt)
Das Kammerorchester "Bridges" Pressestelle Bridges Musik verbindet gGmbH, Frankfurt

Johanna Leonore Dahlhoff ist Flötistin im „Bridges Kammerorchester“ und leitet seit 2016 den Verein „Bridges – Musik verbindet“. Mehr als 150 Instrumentalistinnen und Sänger*innen wirken hier inzwischen in verschiedenen Ensembles mit. Einige von ihnen leben erst seit kurzem in Deutschland leben, einige haben gar keinen Migrationshintergrund.

„Wir haben viele Menschen aus dem arabischen oder persischen Raum, aus Osteuropa, aus der Mongolei, aus Südamerika, Nordamerika.“

Johanna Leonore Dahlhoff, Flötistin im „Bridges Kammerorchester“

Alle „Bridges“-Mitglieder bringen die Musik ihrer Heimat mit

Alle „Bridges“-Mitglieder bringen die Musik ihrer Heimat mit ein – und natürlich ihre exotischen Instrumente. In dem syrischen Stück „Zan“, zu deutsch: „Buche“, trifft funkiger E-Bass auf orientalische Laute, die Oud.

Der Syrer Hesham Hamra spielt sie. Er ist vor sechs Jahren vor dem Bürgerkrieg aus seiner Heimat geflohen - über die Balkanroute. Inzwischen studiert Hesham Hamra das Fach „Weltmusik“ an der Mannheimer Pop-Akademie.

Charakteristisch für viele Stücke auf der Debut-CD des „Bridges-Kammerorchesters“ sind die Vierteltöne. Die deutsche Flötistin Johanna Leonore Dahlhoff musste sich da erst reinfuchsen: "Wir sind natürlich, wenn wir europäisch klassisch ausgebildet sind, sehr auf unser Ton-System trainiert ..., sodass das Schwierige vor allem ist, dass unser Ohr die Töne zuerst als falsch empfindet!"

Konzert des „Bridges“-Kammerorchesters 2020 in Mannheim

Das nächste Online-Konzert des „Bridges-Kammerorchesters“ ist geplant am 21. März

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