Lost in Music

Musik des einen Tones

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Von Johannes S. Sistermanns

Ein Wesenszug der Anfänge von Musik ist ein Ton. Ist gestaltete "Ein-Tönigkeit" - auf afrikanischem Mundbogen, Shomyo Gesang japanischer Mönche, Obertongesänge der Tuva sowie das einsaitige Monochord – unsere musikalische Herkunft? Singen war anfänglich häufig einstimmig und fand in Europa in nur dem einen Raum statt: dem Kirchenraum. Ein Ton, ein Raum. Notenschrift war lange ausschließlich Dokumentation des soeben Gespielten. Die frühen Anfänge sollen kontrastiert werden mit heutigen, einstimmigen wie einsaitigen Musiken, die den "einen Ton" erspielen, so u. a. bei den indischen Dagar Brothers, Giacinto Scelsi, Arvo Pärt.

Midori Hirano:
Collapsing Planet
Midori Hirano
Atsuko Hatano

Traditionell:
Raga Miyan ki Todi
Dagar Brother' s (Stimme)
Wasif Dagar, Tanpura

Traditionell:
Reibo 'Bell of Lament'
S. Shimura, Shakuhachi

Sainkho Namtchylak:
Lonely soul
Sainkho Namtchylak

Hildegard von Bingen:
Improvisation, Marienvesper
Ars Choralis Coeln, Sängerinnen

King Crimson:
Starless
King Crimson Group

Martin Kälberer:
Cluster
Martin Kälberer, Akkordeon

Werner Gneist:
Schläft ein Lied in allen Dingen
Kammerchor Kirchheim/Teck
Leitung: Martin Dratz

Michael Mantler:
Folly Suite
Leitung: Christoph Cech

Traditionell:
aus: Saibara. Die Schönheit des westlichen Paradieses für Gagaku und Shomyo
Ensemble Yusei

Traditionell:
Tingle Apho
Hamar Sänger

Hidayat Inayat-Khan:
La Monotonia (Symphonic poem)
CD: Symphonic Works

Mustafa Itrî Buhûrîzade, Molla Abd al-Rahman Cami, Kudsi Erguner:
Makam Rast – Pencgah
Lâmekân Ensemble
Kudsi Erguner & Lâmekân Ensemble

Stefan Hardt:
Chladni ou le galbe II
Stefan Hardt

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