Festspiellandschaft

Österreich investiert 262 Millionen in Salzburger Stadtberg und Festspiele

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Das Große Festspielhaus in Salzburg bekommt rund 10.000 Quadratmeter mehr Platz. Da die Altstadt nicht angetastet wird, erfolgt die Erweiterung unsichtbar: im Mönchsberg.

Salzburg Festspielhaus Mönchsberg (Foto: picture-alliance / Reportdienste,  Uwe Gerig)
Erweiterungraum Mönchsberg bzw. "Selbstmordberg“ (Thomas Bernhard) - davor das Große (hinten) und Kleine (vorn) Festspielhaus in der Hofstallgasse. Uwe Gerig

Die Republik Österreich steckt in den nächsten zehn Jahren 262 Millionen Euro in die Sanierung der Spielstätten der Salzburger Festspiele. Das gemeinsame Bekenntnis von Bund, Land und Stadt zu dieser Investition sei gerade in solch herausfordernden Zeiten wie jetzt wichtig und habe enorme positive Auswirkungen auf den gesamten Wirtschaftsstandort Salzburg, sagte Salzburgs Landeschef Wilfried Haslauer (ÖVP) am Montag, 5. Oktober. Ziel sei, ein kulturelles Zentrum Österreichs mit Weltgeltung zu bleiben.

"Eine der Stärken Salzburgs, für die das Bundesland weltberühmt ist, ist die Kultur. Unser Ziel ist, neben Wien das kulturelle Zentrum Österreichs mit Weltgeltung zu bleiben und diese Position noch mehr auszubauen."

Sanierungsstau im Festspielhaus

Vor allem das Große Festspielhaus sei nach 60 Jahren sanierungsbedürftig. Viele Bereiche wie Brandschutz oder Arbeitnehmerschutz erforderten hohe Investitionen. Darüber hinaus bestehe bei allen Spielstätten in unterschiedlichster Weise Handlungsbedarf, hieß es. Die Werkstätten, die Künstlergarderoben, zum Teil auch der Zuschauerbereich entsprächen nicht mehr den aktuellen Anforderungen von Mitarbeitern. "Diese Investitionen sind dringlich und unvermeidlich, um die Betriebsfähigkeit der Festspielhäuser zu gewährleisten. Ohne sie ist die Zukunft der Salzburger Festspiele gefährdet", sagte Festspiel-Präsidentin Helga Rabl-Stadler.

Erweiterungsbau im Mönchsberg bis 2030

Die Arbeiten sollen ab 2025 parallel zum Betrieb erfolgen, 2030 ist der Abschluss der Baumaßnahmen vorgesehen. Im Zuge der Sanierung soll auch der eklatante Platzmangel behoben werden, die Gesamtnutzfläche im Großen Festspielhaus durch Umbau und Erweiterung um rund 10.000 Quadratmeter auf 47.514 Quadratmeter ansteigen. Die zusätzliche Flächen werden direkt hinter den Festspielhäusern im Mönchsberg entstehen - die Logistik kann dann künftig ohne Altstadt-Transportfahrten über die Rückseite des Mönchsbergs erfolgen.

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