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Lydia Rilling übernimmt zum 1. März 2022 die Künstlerische Leitung der Donaueschinger Musiktage. Sie tritt die Nachfolge von Björn Gottstein an, der die Musiktage seit 2015 leitet und Anfang 2022 als Geschäftsleiter des Kuratoriums zur Ernst von Siemens Musikstiftung wechselt. Mit der Musikwissenschaftlerin und Kuratorin Rilling steht erstmals eine Frau an der Spitze der Musiktage.

„Lydia Rilling hat uns sofort überzeugt: mit ihrem konzeptionellen Ansatz, der die Musiktage als Kernzelle eines großen internationalen Netzwerks begreift, und mit ihrer Erfahrung als erfolgreicher Festivalleiterin. Wir setzen mit ihr auf verstärkte mediale Präsenz des Festivals, die die künstlerische Eroberung des digitalen Raums ausdrücklich miteinschließt.“

Festivalleiterin und Chefdramaturgin der Philharmonie Luxembourg

Lydia Rilling ist Kuratorin und Musikwissenschaftlerin mit dem Schwerpunkt zeitgenössische Musik und Musiktheater. Seit 2016 ist sie Künstlerische Leiterin des Festivals rainy days und Chefdramaturgin an der Philharmonie Luxembourg. In dieser Funktion gehörte sie 2017 auch zu den Initiator*innen des red bridge project, das Bildende Kunst, Musik, Tanz, Theater und Performance verbindet.

Als Autorin, Moderatorin und Journalistin war sie von 2005 bis 2016 für zahlreiche Institutionen tätig, u. a. für den SWR und die Berliner Festspiele. 2015 co-kuratierte sie das Programm „Thinking Together“ des Festivals MaerzMusik. Von 2011 bis 2016 lehrte und forschte sie als Musikwissenschaftlerin an der Universität Potsdam. Zuvor war sie Visiting Scholar an der Columbia University in New York.

„Als traditionsreiches Festival eines starken Mediennetzwerks haben die Donaueschinger Musiktage die Chance, zeitgenössischer Musik als integralem Bestandteil unserer Gesellschaft besondere Resonanz zu verleihen.“

Rilling studierte Musikwissenschaft sowie Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft in Berlin, Paris und St. Louis. Zu ihren Publikationen zählen Veröffentlichungen über die Musik des 20. und 21. Jahrhunderts, darunter „Dokumente zur Musikgeschichte des 20. Jahrhunderts“ (als Mitherausgeberin, 2011).

Donaueschinger Musiktage - vor 100 Jahren gegründet

Die Donaueschinger Musiktage sind das älteste und renommierteste Festival für Neue Musik weltweit und feiern im Herbst dieses Jahres ihr 100-jähriges Jubiläum. 1921 begründet, stehen sie heute für alle experimentellen Formen auf dem Gebiet aktueller Musik und Klangkunst.

Seit 1950 liegt die Künstlerische Leitung der Donaueschinger Musiktage in den Händen des SWR (bzw. des ehemaligen SWF), der seitdem sämtliche Kompositionsaufträge vergibt und seine Ensembles den Musiktagen zur Verfügung stellt. Alle Konzerte der Donaueschinger Musiktage werden in SWR2 gesendet, die Orchesterkonzerte auf SWRClassic.de gestreamt.

„Ich habe an Lydia Rilling immer bewundert, dass sie eine klare Vision verfolgt und entschlossen handelt. Es kommen in den kommenden Jahren große Herausforderungen auf die Neue Musik im Allgemeinen und die Donaueschinger Musiktage im Besonderen zu. Lydia Rilling bringt die besten Voraussetzungen mit, um diese Herausforderungen zu meistern. Ich wünsche ihr viel Erfolg bei dieser wichtigen Aufgabe.“

Festivalchef im Interview Björn Gottstein zu 100 Jahren Donaueschinger Musiktage

Das älteste Musikfestival für Neue Musik wird 100. Eine dankbare Aufgabe für den künstlerischen Leiter – denkt man. Denn, wie soll ein Festival zurückblicken, dessen DNA es ist, immer nach vorne zu schauen? Björn Gottstein, Leiter der Donaueschinger Musiktage, verrät im Gespräch mit Christiane Peterlein seinen Plan, und der hat sogar ein bisschen mit Hindemith zu tun ...  mehr...

Gespräch Lydia Rilling wird neue Künstlerische Leiterin der Donaueschinger Musiktage

Lydia Rilling übernimmt zum 1. März 2022 die Künstlerische Leitung der Donaueschinger Musiktage. Die Musikwissenschaftlerin und derzeitige Chefdramaturgin an der Philharmonie Luxembourg betont im SWR2-Musikgespräch, dass sie beim traditionsreichsten Festival für Neue Musik auch den digitalen Raum künstlerisch verstärkt miteinbeziehen wolle, um das Publikum auch weiterhin mit den drängenden Fragen unserer Zeit zu konfrontieren. Außerdem spricht sie über die musikalischen Hausgötter ihrer Kindheit und warum sie als Jugendliche zur zeitgenössischen Musik gekommen sei. Das Faszinierende sei für sie nicht nur die ästhetische Vielfalt, sondern auch „am Puls der Zeit zu sein“ und zu sehen, „wie Künstler auf unsere Gegenwart reagieren“.  mehr...

SWR2 Treffpunkt Klassik SWR2

Donaueschinger Musiktage 2020 Komponistin Cathy Milliken über Musik und Komponieren in Corona-Zeiten

Musik in Corona-Zeiten: ein Spiegel der Situation. Cathy Milliken war eine von sechs Komponist*innen, die sich im Sommer 2020 darauf eingelassen haben, für ein reduziertes Orchester ein ganz aktuelles Werk zu schreiben. Während der Proben zum Eröffnungskonzert der Donaueschinger Musiktage hat sie mit Lydia Jeschke über diese besondere Situation und die Arbeit mit dem SWR Sinfonieorchester gesprochen.  mehr...

Donaueschinger Musiktage 2020 SWR2

Gespräch Dirigent Titus Engel über Donaueschinger Kammerorchester-Miniaturen

„Uns erwartet ein breites Spektrum von aktueller neuer Musik“, sagt Dirigent Titus Engel, nachdem bei den Donaueschinger Musiktagen alles ganz anders kam, als geplant. Aus ursprünglich drei in Auftrag gegebenen Uraufführungen für großes Orchester ist ein Konzert mit fünf Kammerorchester-Miniaturen geworden, die den aktuellen Corona-Auflagen Rechnung tragen. Noch vor der Absage des Festivals hat Titus Engel mit Mitgliedern des SWR Symphonieorchesters geprobt, SWR2 sendet am Freitag, 16. Oktober einen Probenmitschnitt des in jeder Hinsicht außergewöhnlichen Konzerts.  mehr...

SWR2 Treffpunkt Klassik SWR2

Donaueschingen Greatest Hits 1987 bei den Donaueschinger Musiktagen: Luigi Nonos Post-Prae-Ludium per Donau

1987 konzipierte Luigi Nono in Freiburg das „Post-Prae-Ludium per Donau“ für Tuba und Live-Elektronik. Der Titel deutet es an: Das Werk entstand für die Donaueschinger Musiktage, der Tubist Giancarlo Schiaffini hat es uraufgeführt.  mehr...

SWR2 Treffpunkt Klassik SWR2

Musikthema Donaueschingen Greatest Hits #1: Brian Ferneyhough Time and Motion Study II. Für Violoncello und Live-Elektronik

1977 in Donaueschingen: Der Cellist müht sich mit einer Uraufführung ab: Es wird gesungen, mit dem Fuß getrampelt, und gespielt. Alles gleichzeitig. Die neue Komplexität erreicht Donaueschingen. Aber ist die Musik von Brian Ferneyhough wirklich unspielbar oder wird mit dieser Belastung einfach ein totaler Identifikationszustand erreicht? Michael Rebhahn über diesen Meilenstein der Uraufführungen bei den Musiktagen.  mehr...

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