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Mehrere seiner Werke wurden zu Standardwerken für Musikinteressierte. Auch die 26-bändige Neuauflage des Lexikons "Die Musik in Geschichte und Gegenwart" ist Ludwig Finscher zu verdanken, der nun gestorben ist.

Musikhistoriker Ludwig Finscher (Foto: Imago, sepp spiegl)
Sein größtes Ding ist überall als „MGG“ bekannt: "Die Musik in Geschichte und Gegenwart. 26 Bände in zwei Teilen. 2., neubearbeitete Auflage. Bärenreiter/ Metzler, Kassel u. a. 2003" Imago sepp spiegl

Der Autor und Musikwissenschaftler Ludwig Finscher ist tot. Nach Angaben seiner Frau und des Musikwissenschaftlichen Instituts der Universität Zürich ist er gestern, 30. Juni, im niedersächsischen Wolfenbüttel im Alter von 90 Jahren gestorben. Finscher war neben seiner Lehrtätigkeit an den Universitäten in Frankfurt/Main und Heidelberg vor allem durch mehrere musikwissenschafliche Standardwerke bekannt geworden.

Herausgeber von "Die Musik in Geschichte und Gegenwart"

Finscher wurde 1930 in Kassel geboren und studierte Musikwissenschaft in Göttingen. Später habilitierte er mit einer Arbeit zum Streichquartett und Joseph Haydn. Seine umfangreichste Arbeit war die Herausgabe der Neuauflage der vielbändigen MGG (Musik in Geschichte und Gegenwart), die zu einem der umfangreichsten Musiklexika der Welt wurde.
Finscher war auch Mitherausgeber der historisch-kritischen Gesamtausgaben der Werke von Gluck, Hindemith und Mozart sowie Präsident der Internationalen Gesellschaft für Musikforschung.

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