Auf Friedensmission

Kyiv Soloists auf Konzerttour durch Europa: „Wir spielen weiter, bis der Krieg endet“

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AUTOR/IN
Kathrin Hondl

Als Russlands Angriffskrieg auf ihr Land begann, waren die Kyiv
Soloists, das nationale ukrainische Kammerorchester, auf Konzerttour
in Italien. Und nun geht die Tour weiter – „bis der Krieg endet“,
so das Ensemble. Am 24. März spielen die Kyiv Soloists in Regensburg. Bei einer Probe in Basel erzählen sie, wie sie die bewegende Zeit und ihre Tätigkeit erleben.

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Es ist hart. Wir sind nicht gut drauf. Aber unsere Entscheidung hilft uns, weiterzumachen.

Es ist die Entscheidung, weiterzuspielen, Musik zu machen überall in Europa, „bis dieser Krieg zu Ende ist“, sagt Valsykivskyi. Und es ist die Entscheidung für eine Botschaft, die die Kiev Soloists in den kommenden Tagen und Wochen bei ihren Konzerten in Deutschland, Schweden und im Baltikum vermitteln wollen:

„Unsere Musik kann zeigen, dass wir Ukrainer eine friedliche und einzigartige Nation sind. Die Menschen in anderen Ländern sollten ukrainische Musik und Kultur besser kennenlernen. Das ist meine Mission“, so Valsykivskyi.

„Ich würde so gern nach Kiew zurückkehren“

„Ich würde so gern nach Kiew zurückkehren“, sagt die Bratschistin Oksana Darbin. „Kiew ist sehr schön. Jetzt werden die Häuser zerstört, in denen wir Konzerte gaben. In Mariupol zum Beispiel. Bombenangriffe auf das Theater. Putin ist ein sehr sehr wahnsinniger Mann.“

Dossier Der Ukraine-Krieg — Hintergründe, Informationen, Fakten

Am 24. Februar 2022 hat Russland die Ukraine militärisch angegriffen. Millionen Menschen sind seitdem aus der Ukraine geflüchtet, auch nach Deutschland. Unser Dossier zeigt die Hintergründe und Auswirkungen des Kriegs.  mehr...

Kultur #StandWithUkraine – Solidarität und Entsetzen der Kultur-Szene

Russlands Krieg gegen die Ukraine erschüttert die westliche Welt. Auch die internationale Kulturszene reagiert. Viele Künstler*innen und Institutionen bekunden ihre Solidarität mit der Ukraine, fordern aber auch, den Kontakt zur russischen Kulturszene aufrecht zu erhalten.  mehr...

Gespräch Somalia und die Weizen-Blockade aus der Ukraine – „Es braucht jetzt wirklich einen Kraftakt“

Durch die Blockade von Weizenexporten aus der Ukraine hat sich die Hungersnot in den Ländern am Horn von Afrika drastisch verschlimmert. Die Sprecherin von UNICEF Deutschland, Christine Kahmann, nennt die Lage in Somalia im Gespräch mit SWR2 „katastrophal“.
Das Land importiere über 90 Prozent seines Bedarfs an Weizen aus Russland und der Ukraine. Kahmann erläutert: „Viele Familien in Somalia können sich Grundnahrungsmittel nicht mehr leisten.“ Dass ein erstes Frachtschiff mit einer Ladung Weizen aus einem ukrainischen Hafen auslaufen konnte, ist für die Expertin ein „Hoffnungsschimmer“. Es gelte aber: „Die Lage in Somalia lässt sich nicht einfach entschärfen. Es braucht jetzt wirklich einen Kraftakt.“
Doch sei der Nothilfeaufruf von UNICEF und anderen Hilfsorganisationen bisher „drastisch unterfinanziert“. Auch wenn die Welternährungsorganisation WHO für Somalia noch nicht offiziell eine Hungersnot ausgerufen habe, gelte: „Bereits jetzt sterben die Kinder – wir dürfen jetzt keine weitere Zeit verlieren.“
Christine Kahmann ist seit 2020 Pressesprecherin des UNICEF-Komitee Deutschland; sie hat zuvor für die Hilfsorganisation „Action against Hunger“ gearbeitet.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Gespräch Sergii Rudenko – Selenskyj. Eine politische Biografie

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskji ist seit dem Überfall Putins ein Weltstar. Dabei war er im letzten Winter ziemlich angezählt. Seine Partei „Die Diener des Volkes“ war hervorgegangen aus einer Fernsehproduktionsfirma, deren Mitarbeiter auf einmal die Armee, den Geheimdienst und das Außenministerium leiteten. Erst der Überfall Putins machte aus Selenskji den Präsidenten, der Putin herausfordern konnte. Jetzt ist ein Buch auf Deutsch erschienen, das erzählt die ganze verworrene Geschichte des Machtwechsels in der Ukraine: Selenskji – eine politische Biographie. Wir sprechen mit dem Autor Sergii Rudenko.
Übersetzt von Beatrix Kersten, Jutta Lindekugel
Hanser Verlag, 224 Seiten, 24 Euro
ISBN 978-3-446-27576-8  mehr...

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Wort der Woche Zeitenwende - erklärt von Bernhard Pörksen

Seit Ende Februar ist angesichts der aktuellen Kriegssituation in der Ukraine und der Drohungsszenarien Wladimir Putins von einer „Zeitenwende“ die Rede. Eingeführt hat den Begriff Bundeskanzler Olaf Scholz auf Twitter und in seiner Bundestagsrede am 27. Februar. Deutschland hat seine Position, bei Kriegsgeschehen keine Militärhilfe zu leisten, erstmals seit 1945 gebrochen. Und die Europäischen Länder stehen mit ihren schwer geschnürten Sanktionspaketen gegenüber Wladimir Putin geschlossen ein für den Frieden und zeigen eine starke Solidarität mit der Ukraine. Der Krieg dort hat Europa verändert. Nun hat es seit dem Zweiten Weltkrieg etliche brutale politische Auseinandersetzungen und Kriegssituationen in Europa gegeben - und auch andere einschneidende Entwicklungen - etwa 9/11 oder der dramatisch verlaufende Klimawandel - werfen die Frage nach einer „Zeitenwende“ auf. Prof. Bernhard Pörksen, Medienwissenschaftler an der Universität Tübingen, erklärt seine persönliche Einschätzung des Begriffs in der aktuellen europäischen Kriegssituation und darüber hinaus.  mehr...

SWR2 am Samstagnachmittag SWR2

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Kathrin Hondl