Gesellschaft

Kulturelle Teilhabe – Kulturtafeln verteilen Freikarten für Kino und Konzerte an Bedürftige

STAND
AUTOR/IN
Thorsten Weik

Konzerte, Theater, Comedy – Kultur steht allen Menschen zu. Zumindest sollte es so sein. Am Ende des Tages kostet Kultur aber Geld. Wenn der Geldbeutel nicht einmal für das Nötigste reicht, bleibt sicher kein Geld für Kultur. Wie kann man Menschen in finanzieller Schieflage das kulturelle Leben ermöglichen und ihnen Konzerte zugänglich machen? Die Kulturtafeln machen es möglich.

Audio herunterladen (10,5 MB | MP3)

„Ich bin früher, wo ich noch gearbeitet habe, immer wieder auf Konzerten gewesen und habe einfach feststellt: Mir tut das gut, die Klassik-Konzerte. Als ich ins Hartz IV reingerutscht bin durch einen schweren Unfall, hat mir jemand von der Kulturtafel erzählt. Jetzt kann ich endlich wieder dahin, wo das Herz höher schlägt.“

Es gibt Vereine, die diesen Menschen helfen, am kulturellen Leben teilnehmen zu können. In Heilbronn machen das seit gut acht Jahren die Ehrenamtlichen der Kulturtafel Heilbronn. Außerdem gibt es beispielsweise Kulturtafeln in Friedrichshafen und Radolfzell

„Das Gefühl, okay, ich bin Hartz-IV-Empfänger, ich kann mir das gerade nicht leisten, geht hier verloren. Da bin ich einfach Mensch. Da ist keine Entwertung oder Abwertung dabei. Da ist kein Stempel drauf. Man kann es einfach genießen.“ 

Die Kulturtafel in Rheinland-Pfalz:

Auch viele Menschen in Rheinland-Pfalz möchten gerne ins Kino, Theater oder Kabarett, können sich aber Kultur nicht leisten. Hier hilft die Kulturloge Mittlere Nahe. Die „Kulturtafel“ mit Sitz in Kirn vermittelt Menschen mit geringem Einkommen Plätze bei kulturellen Veranstaltungen, um ihnen Teilhabe und ein paar schöne Stunden in Gesellschaft zu ermöglichen. Um den Bedarf in Bad Kreuznach besser abzudecken und Hürden bei der Vermittlung von Freikarten abzubauen, fungiert das städtische Kulturamt künftig als Außenstelle der Kulturloge.

Gespräch Auszeichnung auch für die Ukraine: Serhij Zhadan erhält Friedenspreis des deutschen Buchhandels

Für den ukrainischen Autor und Musiker Serhij Zhadan hat der Friedenspreis des deutschen Buchhandels enorme Bedeutung, sagt die Leiterin des Literaturhauses Stuttgart, Stefanie Stegmann, in SWR2. Das gelte aber auch für die Menschen in der Ukraine selbst. Denn der Preis werde unter den Künstlern noch mehr Aufmerksamkeit generieren.
Auch für Deutschland sei die Preisverleihung an Zhadan wichtig, ist Stegmann überzeugt. Sie könne dazu führen, dass wir uns detaillierter mit der Literatur und der Kulturgeschichte des Landes beschäftigten. In seinem Roman „ Internat“ scheine Zhadan den schrecklichen Krieg vorweggenommen zu haben, so Stegmann. Zur Zeit ist Zhadan in Charkiw, wo er Kriegsopfern hilft und versucht, mit Literatur und Musik den Menschen Mut zu geben. Stefanie Stegmann: „So wie Zhadan können im Moment Autoren aus der Ukraine und Dissidenten aus Russland kaum schreiben, sie sind wie gelähmt.“  mehr...

SWR2 Journal am Mittag SWR2

Brüggemanns Klassikkommentar In der Ukraine öffnen wieder die Opernhäuser

In der Ukraine spielen wieder die Opern. Axel Brüggemann berichtet im Klassikkommentar außerdem von Begegnungen mit ukrainischen Musiker:innen.  mehr...

SWR2 Treffpunkt Klassik SWR2

STAND
AUTOR/IN
Thorsten Weik