Ukrainekrieg

Ukrainisches Parlament verbietet russische Bücher und Musik

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Kuban-Kosakencho (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Fotograf: Uwe Zucchi)
Kann zu pro-russischer Stimmung führen: singender Kuban-Kosakenchor

Das ukrainische Parlament hat die Musik von Künstler*innen mit russischer Staatsbürgerschaft in der Öffentlichkeit verboten. Die Oberste Rada stimmte am 19. Juni mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit für den Gesetzentwurf, teilte der Abgeordnete Jaroslaw Schelesnjak am 19. Juni auf seinem Telegram-Kanal mit.

Vorwurf: Russische Musik bewirkt separatistische Stimmung

In der Begründung des Gesetzes hieß es, dass das musikalische Produkt des Aggressorstaats (Russland) auf separatistische Stimmungen in der Bevölkerung einwirkenkönne. Russische Musik würde die Annahme einer russischen Identität attraktiver machen und ziele auf eine Schwächung des ukrainischen Staates ab, hieß es im Text. Ausnahmen gelten nur für Künstler*innen, welche den russischen Einmarsch in die Ukraine öffentlich verurteilt haben. Dafür werde es eine spezielle Ausnahmeliste des Geheimdienstes SBU geben.

Importverbot für russische Bücher

Parallel dazu wurde der Import und die Verbreitung von Büchern und anderen Printprodukten aus Russland, Belarus und den russisch besetzten Gebieten komplett verboten. Seit 2016 unterlagen Bücher aus Russland bereits einer Zensur.

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AUTOR/IN
SWR