Musikwissenschaft

Forscher erarbeiten bis 2047 Gesamtausgabe der Werke Robert Schumanns

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Noten-Handschrift und Portrait von Robert Schumann (Foto: picture-alliance / Reportdienste, imageBROKER | H.-D. Falkenstein)
Schumann schuf ab 1830 innerhalb 24 Jahren ein gewaltiges Oeuvre, darunter Symphonien, Oratorien, Dramen und kammermusikalische Werke. Daneben war er schriftstellerisch und publizistisch tätig und gab zehn Jahre lang die von ihm gegründete „Neue Zeitschrift für Musik“ heraus. imageBROKER | H.-D. Falkenstein

Dem künstlerischen Schaffen des Komponisten und Literaten Robert Schumann (1810-1856) widmet sich ein neues Langzeit-Forschungsprojekt, an dem die Universität Würzburg maßgeblich beteiligt ist. Bis 2047 soll das vollständige Werk des Romantikers analog und digital herausgegeben werden. „Wir werden voraussichtlich 22 großformatige Notenbände mit insgesamt über 6.000 Seiten erarbeiten“, erklärte der Würzburger Musikwissenschaftler Ulrich Konrad am 29. November. Dazu kämen in der digitalen Edition rund 3.000 handschriftliche Seiten und etwa 6.000 Druckseiten literarischer Publikationen.

Gesamtausgabe inklusive poetischem Werk

Im Rahmen des Forschungsprojekts wird laut Konrad erstmals vollständig das poetische Werk Schumanns historisch-kritisch erschlossen. Auf einer Internet-Plattform (Arbeitstitel: „Robert Schumann-digital“) sollen seine Schriften, Dichtungen und Vokalkompositionen einschließlich ihrer Entstehungsgeschichte öffentlich zugänglich gemacht werden.

Jährlich 400.000 Euro für die Wissenschaft

Wissenschaftler in Leipzig, Mainz, München, Würzburg und Frankfurt am Main teilen sich Zuwendungen aus dem gemeinsamen Forschungsprogramm der deutschen Wissenschaftsakademien in Höhe von jährlich gut 400.000 Euro. Beginnen soll die Arbeit am 1. April 2023.

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„Das Schumann-Projekt hat mich die letzten 12 Jahre in Atem gehalten“, sagt der Pianist Florian Uhlig. Und er schätzt Herausforderungen: Robert Schumann war selbst lange Zeit erfolgreicher Konzertpianist mit geradezu manischem Übekomplex. Seine Werke gelten als sehr anspruchsvoll, technisch wie auch musikalisch. 2021, nach zehn Jahren, hat Uhlig eine Einspielung der Schumannschen Soloklavierwerke abgeschlossen, wie er gegenüber SWR2 berichtet.

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