Klassik

Klimaschonende Konzertreisen: Bamberger Symphoniker wollen innereuropäisch nur noch Zug fahren

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Der Cellist Alban Gerhardt spielt am 21.05.2013 im Bahnhof Dammtor in Hamburg. (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Foto: Christian Charisius)
Das Bamberger Orchester weiß: Wenn der Zug fährt, lassen sich in Europa "fast alle Strecken auch mit der Bahn bewältigen." Für Wartezeiten wurde das Projekt "Bach im Bahnhof" bereits 2013 - wie in Hamburg - von Anderen erprobt. Foto: Christian Charisius

Die Bamberger Symphoniker wollen in der kommenden Saison nach der Corona-Pandemie wieder auf Reisen gehen. Dafür wollen sie in Zentraleuropa künftig ausschließlich mit dem Zug fahren. Dies sei für sie als Reiseorchester eine Herzensangelegenenheit, so Intendant Marcus Rudolf Axt am 31. Mai in Bamberg bei der Vorstellung der Saison 2022/2023.

Saisonmotto Schöpfung

„Wenn wir fliegen müssen, sollen es Direktflüge sein. Die Emissionen wollen wir mit Projekten kompensieren, die im Zielland nachhaltig etwas bewirken“, so Axt. Das Motto der Saison lautet passenderweise „Schöpfung“. Auch dadurch würde vielleicht „beim einen oder anderen das Klimabewusstsein geschärft,“ sagte der Intendant.

„Wenn jeder einzelne seinen Beitrag leistet, dürften die Symphonieorchester dann fehlen? Und ist es wirklich nötig zu warten, bis alle anderen angefangen haben?“

Tourneen sollen das Orchester nach Spanien und nach Asien führen sowie zu Gastspielen in den Vatikan, in die Hamburger Elbphilharmonie und zum Wiener Musikverein. Nach Auskunft des Orchesters, wird für alle kommenden Reisen von einem auf Orchesterreisen spezialisierten Reisebüro jeweils der Nachhaltigkeitsgedanke mitgedacht. Hierbei werden CO2-Emissionen berechnet und Kompensationsprojekte ausgewählt.

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SWR