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Ein Mariengebet und seine Vertonungen
Von Doris Blaich

Mystische Rose, Turm Davids, goldenes Haus, Morgenstern - mit fantasievollen Metaphern wird die Jungfrau Maria in der Lauretanischen Litanei besungen. Dieses inbrünstige mittelalterliche Mariengebet erhielt seinen Namen von dem italienischen Wallfahrtsort Loreto. In der Liturgie wechseln die Anrufungen mit Bitten an Maria: "Ora pro nobis" - bete für uns. Diese Bitten werden dutzende Male wiederholt - litaneiartig eben. Jan Dismas Zelenka, Tomás Luis de Victoria und Marc-Antoine Charpentier gehören zu den vielen Komponisten der Barockzeit, die diesen Text wirkungsvoll vertont haben.

Tomás Luis de Victoria:
"Litaniae de Beata Virgine" aus "Missae, Magnificat, Motecta"
Ensemble Plus Ultra
Leitung: Michael Noone
Marc-Antoine Charpentier:
"Litanies de la Vierge"
Ensemble Correspondances
Leitung: Sebastien Dauce
Jan Dismas Zelenka:
"Litaniae Lauretanae" F-Dur
Nancy Argenta (Sopran)
Michael Chance (Countertenor)
Christoph Prégardien (Tenor)
Gordon Jones (Bass)
Kammerchor Stuttgart
Tafelmusik Baroque Orchestra
Leitung: Frieder Bernius

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