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Die Komponistin Dascha Dauenhauer hat für ihren Soundtrack zur Neuverfilmung von „Berlin Alexanderplatz" einen Europäischen Filmpreis gewonnen. Das gab die Europäische Filmakademie (EFA) in Berlin am Mittwochabend bekannt. EFA-Präsident Wim Wenders sprach von einer ungewöhnlichen und provokativen Musik.

Dascha Dauenhauer (Foto: Pressestelle, Alena Schmick)
Die mehr als 3800 Mitglieder der Europäischen Filmakademie stimmen über viele Preisträger ab, ähnlich wie bei den Oscars in den USA. Sie wählten auch die polnische Regisseurin Agnieszka Holland zur künftigen Nachfolgerin von Wim Wenders an der EFA-Spitze. Pressestelle Alena Schmick

Der Soundtrack nutze das ganze Spektrum der Filmmusik: Orchester-Arrangements und Streichinstrumente, Elektro und Popmusik, erklärte die Jury. Der Film verlegt den Roman von Alfred Döblin (1878-1957) ins heutige Berlin zwischen Drogendealer und Clubs.

Die Auszeichnung bedeute ihr viel, sagte Dauenhauer. „Oft lese ich die Nachrichten und werde sehr traurig und fühle mich ohnmächtig. Aber im nächsten Moment erinnere ich mich daran, dass wir Filmemacher die Chance haben, bedeutungsvolle Filme zu machen." Sie könnten damit gesellschaftliche Impulse setzen, zum Beispiel um gegen Rassismus zu kämpfen.

Der Europäische Filmpreis während der Corona-Pandemie

Der Europäische Filmpreis wird in diesem Jahr an mehreren Abenden hintereinander verliehen. Die eigentlich in Island geplante Gala war wegen der Pandemie abgesagt worden. Am Mittwoch, 9. Dezember wurden nun die ersten
Auszeichnungen in einer Digitalschalte verliehen.

Das Künstlerdrama „Hidden Away" erhielt zwei Auszeichnungen - sowohl
für die Kameraführung von Matteo Cocco als auch das Kostümdesign von
Ursula Patzak. Der Dokumentarfilm „Once More Unto the Breach" wurde für den Schnitt ausgezeichnet. Am Samstag, 12. Dezember soll der beste Film des Jahres prämiert werden, nominiert sind hier unter anderem „Berlin Alexanderplatz" und Christian Petzolds Drama „Undine".

Ludwigsburg

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Der ehemalige Ludwigsburger Filmstudent Burhan Qurbani hat Alfred Döblins „Berlin Alexanderplatz“ in die Gegenwart verpflanzt. Franz Biberkopf heißt jetzt Francis und und ist ein schwarzer Afrikaner. Döblins Roman entpuppt sich als düstere Odyssee durch unsere Gegenwart.  mehr...

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