Musik

Klassik trifft Pop und Elektro – Livestream-Festival mit dem Staatsorchester Stuttgart

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Für Musikfans sind die Corona-Monate ohne Konzerte und Festivals verkorkst, für Musiker*innen und Konzertagenturen ist diese Zeit bedrohlich. Umso wichtiger ist in dieser Zeit deshalb Solidarität: „Staatsorchester goes live“ heißt eine Aktion vom Staatsorchester Stuttgart, dem Staatsministerium Baden-Württemberg und dem „Club Kollektiv“. Solidarität auch unter den verschiedenen Sparten sei jetzt ganz wichtig, betont Walter Ercolino im Gespräch mit SWR2. Er ist der Leiter des Pop-Büro Region Stuttgart – eine Einrichtung, die Popmusik und Popkultur fördert und die Mitveranstalterin der Spendenaktion ist.

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Es gehe darum, Spenden zu sammeln, um freischaffende Künstler*innen zu unterstützen. Das Besondere sei, dass diese Aktion verschiedene Musikstile vereine. Pop, Klassik und elektronische Musik gibt es im Stream in drei Konzerten zu hören.

Den Anfang macht am 7. Dezember um 18:30 Uhr ein Pop-Konzert aus dem Kulturzentrum Merlin mit Kemelion, Gaisma und Levin goes lightly. Danach folgt um 20:15 Uhr das Staatsorchester Stuttgart aus der Liederhalle und zum Abschluss legt Produzent und DJ Markus Lehnert um 21:45 Uhr im Climax auf.

Diversität des Musikstandortes Stuttgart

Auch wenn die staatlichen Hilfen gut ankämen, sei die Situation vieler Künstler*innen noch immer prekär. In Zukunft sollte man darüber nachdenken, ob es nicht andere Möglichkeiten gäbe, Kunst zu fördern. Etwa indem man die Unterscheidung zwischen Hochkultur und Unterhaltungskultur weglasse und alle fördere, die Kunst machten, sagt Ercolino. Von der bunten musikalischen Zusammenstellung des Spendenabends ist er überzeugt: „Es ist ein Abbild vom Musikstandort Stuttgart“.

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