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„Wir wollen bei unseren Studierenden den Gründergeist wecken“, sagt Jule Schröder. Sie ist Leiterin des neugegründeten „Wavelab“ an der Münchner Musikhochschule. Das deutschlandweit einzigartige Projekt sieht sich an der Schnittstelle zwischen Musik, Kunst, Medien und neuen Technologien und entwickelt interdisziplinäre Geschäftsideen für die Kultur- und Kreativwirtschaft.

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Die Hochschule für Musik und Theater in München hat ein neues Start-up Center für Musikstudierende, Unternehmen und andere Akteur*innen der Kreativwirtschaft. Mit „Wavelab" will die Hochschule den Studierenden auch ihre Möglichkeiten in der Wirtschaft aufzeigen, eine vielfältigere Perspektive fürs Berufsleben bieten. Denn auch in Deutschland gebe es überproportional viele Musikstudierende im Verhältnis zu den Orchesterstellen.

Die Zukunft der Kreativwirtschaft auch mit kreativen Menschen gestalten

„Spotify und Netflix zum Beispiel sind riesige Unternehmen, die aus kulturellem Anlass entstanden sind. Das wollen wir auch fördern, (...) dass viele Künstler*innen dieses wirtschaftliche Potential mitgestalten."

Jule Schröder, Leiterin des „Wavelab" an der Hochschule für Musik und Theater München

Es geht aber auch um die Zukunft der Kreativbranche in Deutschland. Das „riesige Potenzial von Music, Arts und Media" soll auch von ausgebildeten Musiker*innen und von Menschen aus künstlerischen Studiengängen mitgestaltet werden. Das sei die große Vision, erzählt Leiterin Jule Schröder.

Eine Plattform für Unternehmen und Studierende

Die Hürde dafür ist nicht hoch gesetzt. Gründer*innen können, aber müssen nicht, sehr weit gekommen sein mit der Realisierung ihrer Idee. Einen Prototypen zu haben, wäre hilfreich, um Unterstützung von „Wavelab" zu bekommen, erzählt die Leiterin Jule Schröder im Gespräch. Das Start-up-Center soll aber auch eine Anlaufstelle für Unternehmen sein, die ihre Produkte mit Musiker*innen testen wollen oder kreativen Input von Künstler*innen suchen.

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