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Die Komponistin Karola Obermüller erhält den Heidelberger Künstlerinnenpreis 2021, ihre Arbeit habe „durch die Genauigkeit, Farbigkeit und die Textur die Jury überzeugt“, wie Jury-Mitglied Elias Grandy erklärte. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis wird am 24. Februar 2021 verliehen. Er umfasst auch eine Uraufführung ihrer Auftragskomposition „Phosphor“.

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„Vor 20 Jahren war es noch schwierig in der Neuen Musik als Frau“, erklärt die 43-jährige Musikerin aus Darmstadt ihre Anfänge in Deutschland. Zermürbende und mühsame Streitgespräche mit Kollegen über mehr Komponistinnen im Konzertprogramm seien regelmäßig vorgekommen. Wenn ihre Werke dann aufgeführt worden seien, hätten sich die meisten Fragen wiederum nur mit ihrem Geschlecht befasst.

US-Musikkultur bietet Freiheit in der Nische

Inzwischen lebt und arbeitet Obermüller in Albuquerque in den USA, wo die Situation eine andere ist: „Dort ist die Kultur weniger verankert, dann ist es — so gesagt — grad wurscht wer's macht, weil es sowieso so wenige sind.“ Gleichzeitig freut sie sich über das offene, neugierige Interesse der Menschen dort.

Musikalische Metapher eines irdischen Elements

Zur Preisverleihung ist Karola Obermüller extra nach Heidelberg gereist, auch um die Uraufführung ihres Cellokonzerts „Phosphor“ durch das Orchester der Stadt Heidelberg zu erleben.

„Eine Metapher“, wie sie es beschreibt: imaginierte Zustandsänderungen der Materie. Man höre verschiedene energetische Zustände dieses nur auf der Erde vorkommenden Elements, wie alles miteinander zusammenhänge.

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