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Hans Werner Henzes "Das verratene Meer" an der Wiener Staatsoper (Wiener StaatsoperMichael Pöhn) (Foto: Michael Pöhn)
Bo Skovhus und Jos Lovell in Henzes "Das verratene Meer" an der Wiener Staatsoper Michael Pöhn

Musikdrama in 2 Akten

Fusako Kuroda: Vera-Lotte Boecker
Noboru, auch Nummer Drei genannt: Josh Lovell
Ryuji Tsukaszaki: Bo Skovhus
Nummer Eins, der Anführer: Erik van Heyningen
Nummer Zwei: Kagmin Justin Kim
Nummer Vier: Stafan Astakhov
Nummer Fünf: Martin Hässler
Orchester der Wiener Staatsoper
Leitung: Simone Young


(Aufführung vom 13. Dezember 2020 in der Wiener Staatsoper)

Hans Werner Henze komponierte zwischen 1986 und 1990 seine Oper "Das verratene Meer" nach dem Roman "Gogo no eiko / Der Seemann, der die See verriet" des umstrittenen japanischen Schriftstellers Yukio Mishima. Die beiden Gleichaltrigen verband ihre Leidenserfahrungen mit dem Faschismus. Doch beide entwickelten politische Ansätze aus dieser Erfahrung in unterschiedliche Richtungen: Henze wandte sich der Linken zu, während Mishima die Wiedererstarkung eines alten Japans herbeizwingen wollte. Beide behandelten in ihren Werken, so auch in "Das verratene Meer", das Thema der Gewalt in individueller als auch gesellschaftlich politischer Hinsicht.

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