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Für den Grammy waren im Klassikbereich auch einige deutsche Künstler und Dirigenten nominiert. Gewinnen konnte aber keiner.

Nicola Benedetti Grammy Awards 2020 (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Chris Pizzello)
Im März in Bremen und Regensburg mit ihrem Klaviertrio Benedetti unterwegs: Die frisch gekürte Grammy-Gewinnerin (Bestes Solo-Album Instrument) und Geigerin Nicola Benedetti Chris Pizzello

Die deutschen Nominierten bei der 62. Grammy-Verleihung sind fast alle leer ausgegangen. Einzig die NDR Big Band als Begleitung des US-Jazztrompeters Randy Brecker konnte am Sonntag in Los Angeles einen der begehrten Musikpreise einheimsen. Brecker und die Band siegten in der Kategorie "Bestes improvisiertes Jazz-Solo". Die Gewinner der Grammy-Auszeichnungen der Recording Academy in insgesamt 84 Kategorien wurden am Sonntag, 26. Januar, in Los Angeles bekanntgegeben. In den neun Kategorien der klassischen Musik hatte es auch einige Nominierungen mit deutscher Beteiligung gegeben.

Beste Operneinspielung: Boston Modern Orchestra Project

In der Kategorie "Beste Opernaufnahme" waren gleich zwei deutsche Dirigenten nominiert: Marc Albrecht (55) und die Niederländische Philharmonie für eine Aufnahme von Alban Bergs "Wozzeck" und Christian Thielemann (60) mit der Lohengrin-Version der Bayreuther Festspiele 2018. Beide unterlagen dem Boston Modern Orchestra Project mit ihrem Dirigent Gil Rose und einer Einspielung der Die Oper "Fantastic Mr. Fox".

Nominiert war auch wieder der zweifache Grammy-Gewinner und österreichische Dirigent Manfred Honeck (61) mit dem Pittsburgh Symphony Orchestra in der Kategorie der besten Orchestereinspielung. Hier konnte am Ende aber Gustavo Dudamel und die Los Angeles Philharmonic die Auszeichnung entgegennehmen.

Joyce DiDonato statt Matthias Goerne

Eine weitere deutsche Gewinnchance gibt es in der Kategorie 80 für das "Best Classical Solo Vocal Album". Nominiert war der 52-jährige Bariton Matthias Goerne für die Aufnahmen von Schumann-Liedern mit seinem Klavierpartner Leif Ove Andsnes. Gewonnen hat hier Joyce DiDonato mit ihrem aktuellen Album "Songplay".
Auch der Filmkomponist Hans Zimmer, derzeit mit dem neuen James Bond-Film beschäftigt, war für die Musik des Disney-Films "König der Löwen" zwar in zwei Kategorien nominiert, gewann am Sonntag aber keine der begehrten US-Auszeichnungen.

Joyce DiDonato - Mezzosopranistin

Die zweifache Echo Klassik-Preisträgerin Joyce DiDonato gilt als eine der besten und gefragtesten Koloraturmezzosoprane unserer Zeit, obendrein als eine Spielwütige mit preußischer Disziplin. In der Doku-Fiction „Die Florence Foster Jenkins Story" spielt sie die schlechteste Sängerin der Welt.  mehr...

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