Musikgespräch

Geigendozentin Ulla Benz hilft afghanischen Musiker*innen

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INTERVIEW
Ines Pasz

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„Ich gebe nicht auf, bis ich einige afghanische Musikerinnen und Musiker herausgeholt habe.“

Ulla Benz ist Geigendozentin an der Universität der Künste Berlin und hat Kontakt zu afghanischen Musiker*innen in Afghanistan und in Deutschland.

Etwa ein Jahr ist es her, dass die Taliban die Macht in Afghanistan übernommen haben und besonders hart trifft es afghanische Musiker, und besonders die Musikerinnen. Es gibt keine Musik mehr vor Ort, Instrumente werden zerstört und die Tradition verschwindet.

Wie sie die Situation miterlebt und wie sie bei der Ausreise helfen will, erzählt sie in SWR2.

Musikthema Afghanische Musikkultur – ein Rundumblick

Seit der Rückkehr der Taliban in Afghanistan ist nicht nur die allgemeine humanitäre Situation im Land dramatisch. Auch um die Musik steht es – erneut – äußerst schlecht. Musikhören und Musikmachen sind lebensgefährlich geworden in einem Land, das auf eine außerordentlich reiche Musikkultur blicken kann. Diese Musik in aller Kürze zu beschreiben, wird dieser Vielfalt sicherlich nicht einmal ansatzweise gerecht. Und trotzdem versucht Elisabeth Hahn, einen kleinen Überblick über die Musik in Afghanistan zu geben. Sie beginnt mit einem Instrument, das ganz typisch für den Klang der afghanischen Musik ist – die Rubab.  mehr...

SWR2 Treffpunkt Klassik SWR2

Gespräch Bundeskunsthalle: Perspektiven für Kunst und Kultur in Afghanistan

„Ich glaube nicht, dass wir noch mal zurückkehren ins Jahr 2001, wo Kulturgüter in Bamiyan gesprengt wurden. Die Kulturstätten in Afghanistan werden weiter zugänglich sein“, hofft Susanne Annen, Ausstellungsleiterin der Bundeskunsthalle in Bonn und Teilnehmerin der dortigen Diskussionsrunde zu Perspektiven für die afghanische Kultur. Auch Mes Aynak, ein historischer Ort mit buddhistischen Siedlungen, werde wohl zum Teil für die Bevölkerung zugänglich gemacht werden, trotzdem werden die Taliban in dieser zweitgrößten Kupfermiene der Welt weiter Kupfer abbauen. Susanne Annen glaubt aber, dass die Taliban dazugelernt haben .“Man hat gelernt, dass ein Kulturgut ein positiver Botschafter des Landes sein kann“. Trotzdem werden es z.B. Künstler aus den Bereichen Zeitgenössische Kunst und Musik in Afghanistan schwer haben, denn das werde von den Taliban abgelehnt. Wichtig sei eine weitere Zusammenarbeit von hier aus mit den Künstlern vor Ort. Die müsse man unterstützen.  mehr...

SWR2 Journal am Mittag SWR2

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