SWR2 Treffpunkt Klassik extra

Gast im Studio: Die Sopranistin Esther Dierkes

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INTERVIEW
Bernd Künzig

In der Neuproduktion von Antonín Dvořáks "Rusalka" an der Staatsoper Stuttgart brilliert die Sopranistin Esther Dierkes derzeit in der Titelpartie. Sie singt und agiert nicht allein, sondern gemeinsam mit der Dragqueen Reflektra. Aber nicht nur diese Herz und Gemüt bewegende Aufführung ist eine ihrer wichtigen Rollen.

„Bis jetzt bereue ich es nicht, Operngesang studiert zu haben und Sängerin zu sein, es ist ein ganz großes Privileg, diesen Beruf leben zu dürfen.“

Seit 2017 ist sie gemeinsam mit ihrem Mann, dem Bariton Björn Bürger, Ensemblemitglied der Staatsoper Stuttgart. Die junge Sängerin kann auf eine langjährige Karriere zurückblicken, bei der sie bereits im zarten Alter von 16 Jahren erste Wettbewerbspreise erhielt. Und sie ist sogar Weltmeisterin im Einradfahren.

Stuttgart

Oper Ein Fest des Andersseins: „Rusalka“ von Antonín Dvořák mit Drag Queens an der Staatsoper Stuttgart

Es ist das Märchen von der unglücklichen Liebe der kleinen Meerjungfrau zu einem sterblichen Menschen. Antonín Dvořák hat es an der Schwelle zum 20. Jahrhunderts in seiner erfolgreichsten Oper „Rusalka“ verarbeitet. An der Staatsoper in Stuttgart übersetzt Regisseur Bastian Kraft das erzromantische Märchen und seine Frage nach körperlicher Identität in die Welt der Drag Queens. Das gelingt so überzeugend, dass Dvořák selbst es sich nicht besser hätte ausdenken können.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Musikstück der Woche Tomáš Brauner dirigiert Dvořáks Dramatische Ouvertüre „Hussitenlied“

Das unbekannte „Hussitenlied“ ist ein Mix aus Kirchenlied, Volkslied, Feldpredigt und Revolutionslied. In seinen kompositorischen Anfängen ist Dvořák noch ganz der Tradition der deutschen Klassik, Romantik und Wagners verpflichtet. Daneben ist sein Schaffen aber auch von slawischen volksmusikalischen Elementen aus dem Tanz- und Liedbereich geprägt. Wie in der unbekannten Ouvertüre „Husitská“ aus dem Jahr 1883.  mehr...

SWR2 Musikstück der Woche SWR2

Gespräch Trotz Corona: Staatsoper Stuttgart plant spannende neue Spielzeit

„Wir fahren auf Sicht“, sagt Viktor Schoner, Stuttgarter Opernintendant in SWR2 am Morgen. Wirkliche Planungssicherheit gäbe es momentan nicht. „Zum Glück können wir sehr spezifisch arbeiten. Die große Regel ist Abstand, Abstand, Abstand. Und so haben wir jetzt die letzten Wochen sehr gut künstlerisch arbeiten können. Selbst der Chor hat singen können, weil wir sehr große Räume haben. Und wir haben uns tatsächlich präpariert für Premieren, die wir dann im Herbst zeigen wollen“, so Schoner. Man habe das Gefühl, dass man durchaus auch mit den Abstandsregeln arbeiten könne. „Wir müssen in der Zeit, in der wir leben, unsere Aufgabe wahrnehmen. Und die ist, glaube ich schon, mit Musik Theater und Singen Geschichten erzählen. Und das machen wir so wie es gerade geht“.  mehr...

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Bernd Künzig