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Teodor Currentzis und das SWR Symphonieorchester Antrittskonzert frenetisch umjubelt

Antrittskonzert von Teodor Currentzis (Foto: SWR, SWR / Matthias Creutziger -)
Er ist ein Dirigentenstar, dem das Publikum zu Füßen liegt. Als Magier und Prophet wird er gepriesen: Teodor Currentzis, der neue und überhaupt erste Chefdirigent des SWR Symphonieorchesters. Der Grieche mit Lebensmittelpunkt im russischen Perm hat am 20. September in der Stuttgarter Liederhalle sein offizielles Antrittskonzert dirigiert – lang erwartet und seit Wochen ausverkauft. Auf dem Programm: die dritte Sinfonie von Gustav Mahler, die Currentzis nur bei äußerst seltenen Anlässen dirigiert. Susanne Kaufmann war für uns vor Ort.Den Live-Mitschnitt finden Sie als Video-on-Demand auf SWR Classic.de. SWR / Matthias Creutziger -
Die dritte Sinfonie von Gustav Mahler ist für Teodor Currentzis eines der wichtigsten Stücke überhaupt, eng verbunden mit seiner Jugend – der ersten Liebe, auch mit den größten Enttäuschungen seines Lebens. Gerade weil das Werk für ihn so besonders ist, wählte er es für seinen Auftakt als Chefdirigent des SWR Symphonieorchesters. SWR / Matthias Creutziger -
So voll wie am 20. September sah man den Beethovensaal der Stuttgarter Liederhalle schon lange nicht mehr. Das Publikum war auch auffallend jünger als sonst bei ähnlichen Konzerten. SWR / Matthias Creutziger -
Currentzis: gekleidet ganz in schwarz, Hemd mit Stehkragen, die Hose körpereng, dazu trägt er Stiefeletten mit roten Schnürsenkeln, die längst sein Markenzeichen geworden sind. Mal dirigiert er weit ausladend, wie wenn seine Arme die Schwingen eines Vogels wären, dann steht er stocksteif, und die Bewegung ist nur in einer Hand, die sich rhythmisch schließt und öffnet. SWR / Matthias Creutziger -
Wie eingefroren steht Currentzis vor dem Orchester, als der letzte Ton verhallt. 20 Sekunden Stille, dann wagen es die ersten im Publikum, verhalten zu klatschen. SWR / Matthias Creutziger -
Es ist ein Applaus, der sich steigert zum frenetischen Jubel. Später läuft Currentzis quer über die Bühne, steigt hoch auf die Empore zum Chor, um seinen Musikern persönlich zu danken für ihren großen Einsatz an diesem Abend. Mahlers Dritte wird noch einmal in Stuttgart gespielt, dann in Freiburg und im Konzerthaus Wien: alles restlos ausverkauft. Für alle, die keine Karten mehr bekommen haben, gibt es den Livemitschnitt als Video-on-Demand auf SWRClassic.de. SWR / Matthias Creutziger -
Seit seiner Gründung vor zwei Jahren ist das SWR Symphonieorchester auf der Suche nach einem neuen, geeinten Klang. Wie das klingen könnte, haben die Musiker mit Currentzis vorgeführt, auch Axel Schwesig und Anna Breidenstein, Kontrabass und Violine: „Wir sind alle total ergriffen. Das ist eine unglaubliche Erfahrung mit ihm – das macht uns sehr glücklich!“Der erste Solocellist Frank-Michael Guthmann, der früher im SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg spielte, hörte im sechsten Satz von Mahlers Dritter sogar die Geschichte seines Orchesters: „Da war viel drin – Traurigkeit, Schmerz, aber auch Neugier auf das, was jetzt kommt. Und mein Gefühl ist, dass die zweieinhalb intensiven Wochen, die wir jetzt mit Teodor Currentzis gearbeitet haben, für das Zusammenwachsen des neuen Orchesters mehr gebracht haben als die zwei Jahre davor. Jetzt hat man das Gefühl, dass alle gemeinsam an einem Strang ziehen und man merkt, dass dieser Mann mit seinem Wissen, seinem Können, seinem Handw… SWR / Matthias Creutziger -
Johannes Bultmann SWR - Klaus Mellenthin
Peter Boudgoust - Intendant des Südwestrundfunks (SWR) SWR - Monika Maier
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