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Premiere der Freiburger "Community Oper" Oper in der Straßenbahn

Uraufführung von „OPERAtion Breisgauland 2048“, (Foto: Pressestelle, Maurice Korbel -)
Ziel der „Community Oper“ ist es, die Oper aus dem Musentempel herauszuholen. Dazu wollen Opern-Profis und Laien gemeinsam Musiktheater aus unserer heutigen Gesellschaft heraus machen. Pressestelle Maurice Korbel -
Der Opernabend beginnt am Freiburger Bus-Depot. Vor der Wagenhalle steht eine Straßenbahn. Auf ihren Sitzplätzen warten die Zuschauer und horchen plötzlich auf: Leiser Gesang klingt durch die Abend-Luft. Zerlumpte Gestalten mit weißen Masken nähern sich, tanzen und hüpfen über den Asphalt, knien neben der Straßen-Bahn nieder und klopfen einen Rhythmus auf die Seiten-Wände. Pressestelle Mira Heist -
Einige von von den Gestalten steigen ein, die Türen schließen sich und die Fahrt beginnt: Ouvertüre einer Straßenbahn-Oper. Pressestelle Mira Heist -
Die Handlung, die sich zwischen Sitzplätzen und Fahrkarten-Automaten entfaltet, spielt im Jahr 2048. Das kleine Opern-Ensemble, das hier singt und turnt, ist das letzte seiner Art. Überlebt hat es im Untergrund, denn eine Öko-Diktatur regiert – mit schlimmen Folgen. Pressestelle Mira Heist -
Die "Communitiy Oper" möchte sich so organisieren und arbeiten, dass niemand ausgeschlossen wird. In den Proben von Regisseurin Thalia Kellmeyer begegnen sich Laien und Profis auf Augenhöhe, als Bürger einer Stadt, die gemeinsam Oper nach ihren Vorstellungen gestalten. Pressestelle Mira Heist -
Die besondere "Bühne" stellt die Mitwirkenden bei der Premiere allerdings vor Herausforderungen. Eine Probe vor Ort war nicht möglich, denn der Wagen ist ständig im eng getakteten Fahrbetrieb eingeplant. Die Aufführung ist also der erste Durchgang unter realen Bedingungen für alle Beteiligte. Die Sängerinnen und Sänger stehen weit auseinander, können Dirigent und Mini-Orchester in der Mitte des Wagens nicht immer sehen, können einander gar nicht richtig hören. Dafür singen sie nur wenige Zentimeter von den Zuschauern entfernt – näher dran kann man nicht sein. Pressestelle Maurice Korbel -
Bis auf kleinere Stolperer läuft die Vorstellung reibungslos. Aus Koffern holen die Sänger aus der Untergrund Erinnerungsstücke aus der – 2048 längst vergangenen – Blütezeit der Oper und verlieren sich in musikalische Reminiszenen: von Carmen bis Verdi, inklusive Mitsing-Zettel fürs Publikum. Pressestelle Mira Heist -
Egal ob man einstimmt oder nicht: An diesem Abend fühlen sich alle als Teil der Opern-liebenden Community. Und freuen sich über den Mut der Akteure und die Gesichter der Passanten, die die vorbeifahrenden Opern-Straßenbahn bestaunen."OPERAtion Breisgauland 2048" wird am 8. November noch mal wiederholt. Pressestelle Mira Heist -
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