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Während in Deutschland kulturelle Großveranstaltungen schon bis Ende August ausgesetzt sind, gilt in Frankreich derzeit Mitte Juli als Ende der Zwangspause. Zudem könnte es für kleinere Veranstaltungen schneller gehen.

Festival d'Aix 2019 Grand Théâtre de Provence  (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Serge Mercier)
Glänzte im vergangenen Jahr noch mit Weills "Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny" und ist nun abgesagt: das Festival international d’art lyrique d’Aix-en-Provence. Serge Mercier

Auch das internationale Opern- und Musikfestival in Aix-en-Provence hat nach langem Abwarten nun seine Absage für die diesjährigen Festspiele mitteilen müssen. Damit folgt es wie andere Festivals der Entscheidung des französischen Präsidenten Emmanuel Macron, der am Montag, 13. April, alle Großveranstaltungen in Frankreich bis Mitte Juli zur Eindämmung der Corona-Pandemie untersagte. Der französische Kulturminister Franck Riester sagte allerdings am Donnerstag, 16. April, im Radiosender France Inter, dass es für kleinere Festivals noch Hoffnung gebe.

"Vorrang wird die Sicherheit der Zuschauer, Künstler und Techniker haben. Aber wenn Festivals für einen kleinen Rahmen ausgelegt sind und es keine Sicherheitsprobleme gibt, werden wir diese Festivals begleiten."

Franck Riester, Frankreichs Kulturminister

Riester kündigte in dem Radiointerview an, zu schauen, wie kleinere Festivals für Film oder Musik "ab dem 11. Mai organisiert werden können", damit sie unter strengen Auflagen stattfinden könnten. Seine Regierung berate darüber zu diesem "schrecklichen Zeitpunkt für die Kultur." Schließlich wolle man, dass die Beeinträchtigungen der darstellenden Künste begrenzt werden. In Frankreich starben bis Mitte April mehr als 17.000 Menschen an den Folgen des neuartigen Coronavirus.

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