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Auf Mozarts Serenade Nr. 13 für Streicher in G-Dur reagierten im Mutterleib 91 Prozent der Föten mit Mund und Zunge. Die Kleine Nachtmusik gilt damit als beliebtestes Musikstück Ungeborener.

Ungeborene hören am liebsten klassische und traditionelle Musik. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Internationalen Zentrums für assistierte Reproduktion, Institut Marquès, die am Montag, 14. Oktober, beim Weltkongress "Ultrasound in Obstetrics and Gynaecology" in Berlin präsentiert wurde. Demnach bevorzugen die Föten Melodien, die "im Laufe der Jahre überlebt haben", egal ob es eine Mozartserenade ist oder der uralte Klang afrikanischer Trommeln."

Werdende Eltern (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Bildagentur-online)
Völlig falsch: Musik kann von Ungeborenen nur als Musik wahrgenommen werden, wenn sich die Musikquelle in der Vagina befindet. Bildagentur-online

Föten brauchen für Musikgenuss intravaginale Lautsprecher

Das Institut hat für die Studie 300 Föten im Alter zwischen 18 und 38 Wochen untersucht. Dabei haben die Forscher untersucht, wie die Föten auf die Musikbeschallung mit spezifischen Bewegungen von Mund und Zunge reagierten. Da Föten nach Angabe des Instituts Musik von außerhalb des Mutterleibs nicht als solche wahrnehmen können, wurden für die Studie im Handel erhältliche spezielle intravaginale Lautsprecher verwendet.

Vivaldi wird kaum wahrgenommen

Bei den untersuchten Föten wurden die Reaktionen auf 15 Musikstücke aus drei verschiedenen Musikgenres untersucht: klassische Musik (Mozart, Bach, Prokofiev usw.), traditionelle Musik (Weihnachtslieder, afrikanische Trommeln, usw.) und Pop-Rock (Shakira, Queen, usw.). Bei der klassischen Musik rief neben Mozarts Nachtmusik auch Flötenmusik von J.S. Bach und Prokofievs Peter und der Wolf überdurchschnittliche Zungen- und Mundbewegungen hervor. Die wenigsten Reaktionen kamen zu gregorianischen Gesängen und einem Violinkonzert von Vivaldi.

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