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Mit seinen emotionalen Minimal Musik-Werken erreichte er als Komponist und Pianist Millionen und landete damit wie Ludovico Einaudi oder Yann Tiersen in den Hitparaden. Nach langer Krankheit starb Ezio Bosso nun in Bologna.

Ezio Bosso 2014 (Foto: picture-alliance / Reportdienste,  VITO PANICO)
"Ich bin nicht krank, aber ich lebe mit einer Krankheit.“ (Ezio Bosso) VITO PANICO

Italien und die Musikwelt trauern um den Komponisten, Dirigenten und Pianisten Ezio Bosso. Der Klassikstar starb am Donnerstag, 14. Mai, nach langer Krankheit im Alter von nur 48 Jahren, teilte seine Agentur am Freitag, 15. Mai, mit. "Die einzige Möglichkeit, sich an ihn zu erinnern, ist (...) das große klassische Repertoire zu lieben und zu schützen, dem er sein ganzes Leben gewidmet hat."

Verkaufserfolg "The 12th Room"

Der in Turin geborene Bosso wurde an der Wiener Akademie zum Dirigenten ausgebildet und arbeitete unter anderem mit dem London Symphony Orchestra, der Mailänder Scala, der Oper Fenice in Venedig und Violinist Gidon Kremer. Er schrieb auch Filmmusik und Tanzkompositionen. Eines seiner meistverkauften Alben ist "The 12th Room".

Pianist im Rollstuhl

Bosso litt seit einigen Jahren an einer degenerativen Nervenkrankheit, die ihn in den Rollstuhl zwang - doch dank seiner Leidenschaft für die Musik kämpfte er bis zuletzt. Auch ein Tumor wurde ihm diagnostiziert. In der Corona-Quarantäne hatte er zuletzt der Zeitung "Corriere della Sera" gesagt: "Das erste was ich (nach der Quarantäne) machen werde, ist, an die Sonne gehen. Das zweite, einen Baum umarmen."

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