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Ensemble Balance, Leitung: Friederike Kienle (Foto: SWR, Patricia Neligan)
Los geht‘s! Dirigentin Friederike Kienle hebt den Taktstock. Patricia Neligan
Jeder ist Solist*in in diesem Bruckner-Arrangement für 11 Musiker*innen (im Original: um die 100). Konzertmeister Yu Zhuang, Geigerin Sophie Schuster, Bratschistin Andreea Alcalde Polo und Cellist Ofer Canetti kreieren das berühmte Bruckner-Tremolo mit 16 Saiten. Patricia Neligan
Gleich am Anfang: großes Cello-Solo für Ofer Canetti! Patricia Neligan
Zwei Männer bilden hier die Bläsergruppe: Dominik Keller (Klarinette) und Josu Alcalde Polo (Horn). Patricia Neligan
Scherzo: Eigentlich könnte man den Klavierpart vierhändig an einem Instrument spielen – in Corona-Zeiten braucht’s dafür zwei Klaviere und Abstand dazwischen. Amrei Walter und Martin Stortz spielen trotzdem gut gelaunt. Patricia Neligan
Das Harmonium sorgt für Orgel-Flair und klingt fast wie Weihrauch – ideal für die Füllstimmen in diesem Arrangement, findet auch Lars Jönsson. Patricia Neligan
Der Mann für den Untergrund: Kontrabassist Veit Hübner. In normalen Zeiten macht er auch gern mal Musik-Kabarett; Bruckner verlangt hier aber Ernst und ganze Hingabe. Patricia Neligan
Pauker Michael Israelievitch – die Pauken haben in dieser Sinfonie zwar nicht viele Töne, aber diese wenigen eröffnen eine neue Dimension! Patricia Neligan
Friederike Kienle, selig über Bruckners großartige Klangwelt: „Das ist tiefe, spirituelle Musik!“ Patricia Neligan

Eine Bruckner-Sinfonie mit 11 Musikerinnen und Musikern statt wie ursprünglich geplant mit knapp 100 - funktioniert das? Es funktioniert! 1921, vor 100 Jahren, wurde die Bearbeitung von Hanns Eisler, Erwin Stein und Karl Rankl erstmals aufgeführt, in Arnold Schönbergs "Verein für musikalische Privataufführungen".

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