CD-Tipp

Eine opulente CD-Box: Serge Diaghilew – „Ballets Russes“

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Manuel Brug
Manuel Brug (Foto: Pressestelle, Claudius Pflug)
KÜNSTLER/IN
div. Solisten, Orchester und Dirigenten

Serge Diaghilev, vor 150 Jahren geboren in Perm, war weder Komponist noch Tänzer, Choreograf oder Bildender Künstler. Doch er war der vielleicht folgenreichste künstlerische Anreger des 20. Jahrhunderts.

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Das Plattenlabel Warner Classics erinnert an diesen genialen Dilettanten, der mit seinen Ballets Russes Anfang des 20. Jahrhunderts ein folgenreiches Gesamtspektakel der Künste entfesselte: Bildende Künstler, Komponisten, Dichter und Choreografen stellten sich in den Dienst des Tanzes.

Ein ambitioniertes und avantgardistisches Lebenswerk

Der russische Impresario brachte bis 1929, seinem Todesjahr, bei den 20 Jahre lang existierenden Original-Ballets Russes die unglaublich anmutende Anzahl von 65 Produktionen heraus. An denen war stets nur die Avantgarde der damaligen Künstler beteiligt. Allein die Ausstatterliste versammelt unter anderem Picasso, Giacomo Balla, Henri Matisse, George Braque, Juan Gris und George Rouault.

Von diesem tönenden Erbe künden jetzt 22 CDs. SWR2-Rezensent Manuel Brug hat sich durch die opulente Box durchgehört und lobt sie als eine „Wundertüte für Bekanntes und Ausgefallenes“.

Manuel Brug (Foto: Pressestelle, Claudius Pflug)
Manuel Brug ist Musikjournalist, Kritiker und Autor. 1988-94 schrieb er für die Süddeutsche Zeitung. Seither war er Redakteur bei Opernwelt, Wochenpost, Tagesspiegel und seit 1998 Klassikchef der Welt. Für die ist er seit 2017 als Autor unterwegs, ebenso für Fonoforum, diverse Magazine in Österreich und der Schweiz sowie für verschiedene Radiosender. Er hat drei Bücher geschrieben und wurde wiederholt mit Kritikerpreisen ausgezeichnet. Pressestelle Claudius Pflug

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