Musik Dirigent Mariss Jansons gestorben

Der lettische Stardirigent Mariss Jansons ist am 30. November 2019 im Alter von 76 Jahren in St. Petersburg gestorben. Das bestätigten die Wiener Philharmoniker und der Außenminister Lettlands, Edgars Rinkēvičs, via Twitter.

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Die wichtigsten Orchester

Jansons war Chefdirigent des BR-Sinfonieorchesters und bis 2015 außerdem Chefdirigent des Concertgebouw Orchesters in Amsterdam. Im Laufe seiner Karriere hat er die wichtigsten Orchester der Welt dirigiert. Bereits im Jahr 1996 erlitt Jansons einen schweren Herzinfarkt beim Dirigieren und musste seitdem immer wieder aus gesundheitlichen Gründen Dirigatspausen einlegen.

Tweet von Außenminister Edgars Rinkēvičs zum Tod von Mariss Jansons

Herbert von Karajan als Mentor

Mariss Jansons wurde 1943 im jüdischen Ghetto von Riga geboren. Seine Eltern waren nach dem zweiten Weltkrieg am Opernhaus von Riga tätig, Vater Arvid als Dirigent, Mutter Iraida als Sängerin. Im heutigen St. Petersburg begann Jansons seine Ausbildung als Dirigent am Leningrader Konservatorium. Ab 1969 war Herbert von Karajan sein Mentor, im Jahr 1971 gewann Jansons den zweiten Preis des Karajan-Wettbewerbes.

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Nach seinem Schlaganfall im Jahr 1996 nahm sich Jansons vor, sein Arbeitspensum zu reduzieren. Doch im Jahr 2003 übernahm er die Leitung des BR-Symphonieorchesters, ein Jahr später zusätzlich die des Concertgebouw-Orchesters in Amsterdam. Auch zu den Wiener Philharmonikern hielt er eine enge Bindung, so dirigierte er dreimal das prestigeträchtige Neujahrskonzert: in den Jahren 2006, 2012 und 2016.

Zuletzt wurde Mariss Jansons mit dem Opus Klassik für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

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