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Der Dirigent Andreas Weiser ist im tschechischen Musikleben eine feste Größe. Bis vor einem Jahr war der gebürtige Stuttgarter Chefdirigent des Orchesters der Staatsoper in Prag. Jetzt arbeitet er als freischaffender Dirigent, was derzeit wegen der Corona-Pandemie sehr schwierig ist.

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Eigentlich ist das Leben als freischaffender Gastdirigent nichts Ungewöhnliches für ihn. Eher sei es eine interessante Alternative zu den Zwängen, denen ein festangestellter Dirigent ausgesetzt ist. Aber durch Corona ist nun alles ganz anders. Als die Pandemie kam, wurden alle künstlerischen Aufführungen von der Regierung in der Tschechischen Republik und auch im Ausland untersagt.

„Das wäre eigentlich ein schönes Jahr geworden.“

Andreas Weiser, Dirigent

Seit dem Frühjahr hat der Dirigent keine Aufträge. Vom tschechischen Staat hat er zweimal finanzielle Hilfen bekommen, umgerechnet etwa 1.600 Euro. Noch kann er die Durststrecke mit finanziellen Reserven überbrücken, hofft aber, dass die geplanten Aufträge im Herbst stattfinden können.

„Das ist im Augenblick eben sehr sehr schwierig auch mit Veranstaltern und Agenturen irgendwo Dinge auszumachen, weil niemand weiß, ob das dann so, wie man das hier in Tschechien plant, dass ab September der Spielbetrieb quasi wieder normal läuft, ob das auch so kommt.“

Andreas Weiser, Dirigent

Die Tschechische Republik hat 16 Sinfonie- und sieben Opernorchester. Ob wegen Corona hochverschuldete Kommunen ihre Klangkörper weiter finanzieren können — da macht der Dirigent ein großes Fragezeichen.

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