Porträt

Die ukrainische Sängerin Viktoria Leléka und ihre Ethno Band Leléka

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AUTOR/IN
Theodora Mavropoulos

Das interkulturelle Quartett Leléka um die ukrainische Sängerin Viktoria Leléka verflicht ukrainische Volksmusik mit Jazzrhythmen. Damit kreiert die Ethnojazzband ihren ganz eigenen zeitgenössischen Sound, der in Zeiten des Krieges noch eindringlicher wirkt.

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Eine Band mit europäischer Besetzung

Viktoria Leléka ist im Donbass, im Südosten der Ukraine aufgewachsen. Nach einem Schauspielstudium in Kiew ist sie nach Deutschland gezogen, um Jazzgesang zu studieren. Dort traf die Sängerin auf ihre Bandmitglieder: den Kontrabassisten Thomas Kolarczyk, der polnische Wurzeln hat, auf den schwedischen Pianisten Povel Widestrand und den Berliner Schlagzeuger Jakob Hegner.

Mit ihnen gründete die Sängerin im Jahr 2016 das Quartett Leléka, was auf Ukrainisch „Storch“ bedeutet. Schnell eroberte das Quartett mit seinem Sound die Ethnomusik- und Jazzszene. Die Band erhält zahlreiche Auszeichnungen. Doch dann brach der Krieg in ihrer Heimat aus.  

Plötzlich politisiert

Einerseits freut sich die Sängerin über das aktuell große Interesse an ukrainischer Musik. „Andererseits habe ich immer das Gefühl, sie wollen es nur hören, wegen der politischen Situation und nicht weil diese Kultur Wert hat. Und das ist ein krasser Konflikt in mir selbst. Aber ich will, dass diese Kultur entdeckt wird – sie ist wunderschön.” 

Ich bin sehr betroffen, weil meine ganze Familie und meine Freunde in der Ukraine sind. Aber gleichzeitig bin ich auch Sängerin und Künstlerin und ich mache immer noch das, was ich schon seit sechs Jahren mache. Es ist für mich ein krasser Sprung, dass plötzlich meine Musik politisiert ist.

Songs von Leléka

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Theodora Mavropoulos