SWR2 Zur Person

Die Sopranistin Lise Davidsen

STAND

Audio herunterladen (102,9 MB | MP3)

„Auf der Bühne bin ich gerne eine  Heroine, privat bin ich aber ein ganz anderer Typ. Am liebsten ziehe ich mich zu Hause zurück, das soziale Leben ist nicht so meins, das kann mitunter ganz schön schwierig sein.“

In dem neuen Bayreuther "Ring" in der stark ausgebuhten Inszenierung von Valentin Schwarz wurde sie als Sieglinde groß gefeiert: Lise Davidsen, gebürtige Norwegerin, sie zählt zu den gefragtesten lyrisch-dramatischen Sopranen unserer Zeit.

„Glück verbindet sich für mich mit Dankbarkeit. Ich bin dankbar für meine Familie, meine Arbeit, dafür, dass ich diesen Beruf ausüben kann, das bedeutet für mich Glück. Ich spreche von Glück nicht als etwas, das sich gerade ereignet hat, denn man muss arbeiten, Beziehungen pflegen, sich um seinen Körper und seine Begabungen kümmern. Für mich umschreibt Glück eher Dankbarkeit, so würde ich es definieren.“

Wie ergeht es ihr in der Arbeit mit Regierabauken, die nicht nur in die Musikdramen Richard Wagners zunehmend radikaler mit eigenen fiktiven Geschichten eingreifen? Und an welchen Orten und mit welchen Dirigenten tritt sie am liebsten auf? In der Sendung Zur Person gewährt die Sopranistin persönliche Einblicke in die Geschehnisse hinter den Kulissen.

Musikliste:

Richard Strauss
„Ariadne auf Naxos“, Arie „Es gibt ein Reich“
Lise Davidsen (Sopran)
Philharmonia Orchestra London
Leitung: Esa-Pekka Salonen

Luigi Cherubini
„Medea“, Arie „Die tuoi figli la madre tu vedi“
Lise Davidsen (Sopran)
London Philharmonic Orchestra
Leitung: Mark Elder

Richard Wagner
„Tannhäuser“ Arie „Dich teure Halle grüß‘ ich wieder“
Lise Davidsen (Sopran)
Philharmonia Orchestra London
Leitung: Esa-Pekka Salonen

Giuseppe Verdi
“Die Macht des Schicksals”, Arie “Pace, pace mio Dio”
Lise Davidsen (Sopran)
London Philharmonic Orchestra
Leitung: Mark Elder

Edvard Grieg
„Lockung“ aus dem Zyklus „Das Kind der Berge“
Lise Davidsen (Sopran)
Leif Ove Andsnes (Klavier)

Jean Sibelius
„Luonnotar“, Ausschnitt
Lise Davidsen (Sopran)
Bergen Philharmonic Orchestra
Leitung: Edward Gardner

Ludwig van Beethoven
„Fidelio“, Szene der Leonore
Lise Davidsen (Sopran)
London Philharmonic Orchestra
Leitung: Mark Elder

Richard Strauss
„Frühling“ aus den „Vier letzten Liedern“
Lise Davidsen (Sopran)
Philharmonia Orchestra London
Leitung: Esa-Pekka Salo

CD-Tipp Lise Davidsen und Leif Ove Andsnes: Lieder von Edvard Grieg

Lieben Sie Grieg, Edvard Grieg? Seine beiden „Peer Gynt“-Suiten bestimmt oder seine Lyrischen Stücke für Klavier. Aber was ist mit Liedern von Grieg? Die kennt man kaum. Was uns da entgeht, zeigt die neue CD der jungen norwegischen Supersopranistin Lise Davidsen. Zusammen mit dem Pianisten Leif Ove Andsnes hat sie jetzt bei Decca ein sehr persönliches Programm zusammengestellt, einmal quer durch ihren Grieg sozusagen – und schürt damit nicht nur unsere Sehnsucht nach dem märchenhaft kühlen klaren Norden, findet Christine Lemke-Matwey.

SWR2 Treffpunkt Klassik SWR2

Bühne Eine verunglückte ,,Walküre“ feiert Premiere bei den Bayreuther Festspielen

„Die Walküre“ ist der zweite Teil von Richard Wagners Tetralogie „Der Ring des Nibelungen“. Für die Bayreuther Festspiele hat Valentin Schwarz sich an eine Neuproduktion gemacht. Auch der zweite Teil dreht sich szenisch um seine Wagner-Interpretation von der dysfunktionalen Familie als Ort der Gewalt. Eine äußerst fragwürdige Banalisierung, findet SWR2 Opernkritiker Bernd Künzig, über die auch die überzeugende musikalische Leistung nicht hinwegtrösten kann.

SWR2 Journal am Mittag SWR2

Gespräch Wagners „Rheingold“ bei den Bayreuther Festspielen – Weniger Netflix als vermutet

Mit Spannung ist die zweite Neuproduktion der Bayreuther Festspiele erwartet worden. Bereits 2020 hätte Wagners „Der Ring des Nibelungen“ in einer Neuinszenierung von Regisseur Valentin Schwarz über die Bühne gehen sollen. Doch aufgrund des durch Corona ausgefallenen Festivaljahrgangs ist erst in diesem Jahr Premiere. Aber auch 2022 gab es Umbesetzungen wegen Covid-Infektionen. Unter ihnen auch der Dirigent. Für den ursprünglich vorgesehenen Pietari Inkinen ist der Stuttgarter Generalmusikdirektor Cornelius Meister eingesprungen. Am Sonntag war Auftakt mit dem Vorabend „Das Rheingold“.

SWR2 am Morgen SWR2

STAND
AUTOR/IN
SWR