Thema Musik

„Die Bürde des Weißen Mannes“ – Musik und Kolonialismus

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AUTOR/IN
Florian Heurich

Edward Elgar huldigt mit seiner Musik pompös dem British Empire, und Hector Berlioz bedient lautstark die imperialistischen Bestrebungen Frankreichs.

Kolonisierung durch Musik hat ihre Ursprünge jedoch schon viel früher, als Jesuitenmissionare die Ureinwohner Boliviens und Paraguays in europäischen Gesangs- und Kompositionstechniken unterrichteten. Unzählige koloniale Theater und Opernhäuser zwischen Manaus und Hanoi zeugen noch vom Export westlicher Kunst und Musik in die entlegensten Teile der Welt. „Die Bürde des Weißen Mannes“, so nannte Rudyard Kipling die höchst umstrittenen kolonialen Zivilisationsbestrebungen, und dies schlägt sich auch in einem Exotismus in der europäischen Kultur nieder.

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Florian Heurich