Thema Musik

Das Wienerlied – So klingt die Seele Wiens

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Wien als die Stadt der Musik verbindet man mit den Namen Haydn, Mozart, Beethoven und Schubert und den Klängen im Dreivierteltakt der Strauß-Familie. Aber in Heurigen und Vorstadtlokalen klang und klingt oft ganz andere Musik: Etwa "Mei Alte sauft so viel wia i“ und andere Wienerlieder.

Die junge Musikjournalistin Lea Oestreicher hörte in der Hamburger Elbphilharmonie „Nino aus Wien“: Der Indie-Musiker spielte hier vor allem Wienerlieder. Von Hamburg aus geht die Entdeckungsreise des Wienerlieds über Litschau nach Wien, wo vor über 150 Jahren das Wienerlied entstand und bis heute populär ist.

Es gibt wieder ein gewisses Bewusstsein für den Wert dieser Musik. Das ist relativ neu, dass sich die Wiener wirklich auf ihre eigene urbane Musik besinnen und wissen, dass es neben der Wiener Klassik auch noch etwas Anderes gibt, das eigentlich der Wiener Seele mindestens genauso nahe ist wie die Wiener Klassik - vielleicht sogar ein bissl mehr.

Wienerlied zu hören hat mich so unendlich fasziniert, weil man hat quasi beim ersten Ton gehört, wer singt. Also völlig eigenständige Interpretationen, eine völlig eigenständige Tongebung und das hat mir eine ungeahnte Freiheit gegeben, weil im klassischen Gesang sind die Grenzen sehr eng gesteckt. Und dann kam diese Wienermusik und da hab ich das Gefühl gehabt, da kann ich einfach sein wie ich bin.

Lea Oestreicher im Portrait (Foto: Petra Jaschke)
Lea Oestreicher (*1998) ist Musikjournalistin und freie Autorin. Sie studiert gerade in Köln den Master „professionelles Schreiben“, im Bachelor hat sie Musikjournalismus in Karlsruhe studiert. Ihre zwei Leidenschaften sind Musik und Theater, die die sie auch zu ihrem Beruf gemacht hat. Aktuell arbeitet sie noch für "kritik-gestalten", einem Onlineportal für Theaterkritik. Petra Jaschke

SWR2 Musikstunde Die Kunst des Raunzens – Wienerlied und Heurigenmusik damals und heute

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