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Mit dem Projekt #zusammenspielen unterstützen wir über 40 freie Musiker*innen aus Klassik und Jazz in der Corona-Krise. Wir laden sie in die SWR Tonstudios ein und nehmen mit ihnen einen Podcast mit seltenem musikalischen Repertoire, mit Herzensstücken und Gesprächen auf. Jede Woche gibt es eine neue Folge. In dieser Folge spielen Shoko Hayashizaki und Michael Hagemann zusammen.

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Alles begann mit einem antiquarischen Notenheft – es bringt Michael Hagemann auf die Spur des 1940 in Mauthause ermordeten Komponisten Wilhelm „Willy” Walther. Für #zusammenspielen hat Michael Hagemann gemeinsam mit Duopartnerin Shoko Hayashizaki einige der neu entdeckten Werke Willy Walthers eingespielt und erzählt von seiner musikalischen Detektivarbeit.

#zusammenspielen Produktion mit dem Klavierduo Hayashizaki - Hagemann  (Foto: Pressestelle, Anette Sidhu )
Christine Reber (Sopran) Pressestelle Anette Sidhu Bild in Detailansicht öffnen
Christine Reber und Shoko Hayashizaki bei der #zusammenspielen Produktion in der Stiftskirche Tübingen Pressestelle Anette Sidhu Bild in Detailansicht öffnen
Shoko Hayashizaki bei der #zusammenspielen Produktion in der Stiftskirche Tübingen Pressestelle Anette Sidhu Bild in Detailansicht öffnen

10 Fakten über Willy Walther und diese Aufnahme 

  • Wilhelm (Willy) Walther wird am 28.01.1889 im hessischen Grebenau geboren. 
  • Als Absolvent des Ludwig-Georg-Gymnasiums in Darmstadt findet er Kontakt zu den jüdischen Schriftstellern Friedrich Gundolf und Karl Wolfskehl, mit denen er viele Jahre verbunden ist. 
  • Wilhelm Walther studiert Theologie u.a. in Heidelberg, München und Tübingen. 
  • Er veröffentlicht zahlreiche Lyrikbände, Novellen und Romane. 
  • Arnold Mendelssohn ist sein musikalischer Mentor. 
  • Sein kompositorisches Werk umfasst 84 Opuszahlen.   
  • Wilhelm Walther sucht die Nähe zum literarischen Kreis um Stefan George, dessen Gedichte er vertont hat. 
  • Wilhelm Walther vertont zwei Texte von Friedrich Hölderlin: In einem antiquarischen Notenband findet Michael Hagemann das Lied „An die Madonna“. Die „Hälfte des Lebens“ bleibt verschollen. 
  •  Am 13.2.1937 wird Willy in das Konzentrationslager Dachau eingeliefert. Ein Koffer mit seinen persönlichen „Effekten“ wurde nach Darmstadt geschickt.  
  • Am 28.09.1939 wird Wilhelm Walther in das Konzentrationslager Mauthausen deportiert, wo er am 24.02.1940 stirbt. 
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