Podcast mit freien Musiker*innen

Das Gottesauer Ensemble mit Kammermusik von Haydn| #zusammenspielen SWR2

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Mit dem Projekt #zusammenspielen unterstützen wir über 40 freie Musiker*innen aus Klassik und Jazz in der Corona-Krise. Wir laden sie in die SWR Tonstudios ein und nehmen mit ihnen einen Podcast mit seltenem musikalischen Repertoire, mit Herzensstücken und Gesprächen auf. Jede Woche gibt es eine neue Folge. Dieses Mal: Ein Oboenquartett, das eigentlich ein Streichquartett ist. 

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Das Repertoire für Oboenquartett „lässt zu wünschen übrig“ findet Oboist Georg Siebert aus Karlsruhe. Groß war also seine Freude, als er auf diese besondere Bearbeitung eines Haydn-Streichquartetts aus dem 18. Jahrhundert gestoßen ist: Ein Hofmusiker des Fürsten von Fürstenberg arrangierte es damals für Oboe und Streichtrio. 

Und im 21. Jahrhundert hat es Georg Siebert dann zusammen mit dem Gottesauer Ensemble für #zusammenspielen aufgenommen. Zum Ensemble gehören der Gründer Dimitri Dichtiar (Barockcello), Ursula Plagge-Zimmermann (Bratsche) und Dietrich Schuez (Geige).

Fakten über das Gottesauer Ensemble und diese Aufnahme 

  • Das Gottesauer Ensemble ist benannt nach dem Gottesauer Schloss. Dort ist die Musikhochschule Karlsruhe ansässig, wo Ensemblegründer Dmitri Dichtiar Barockcello lehrt. 


  • Georg Siebert ist Oboist des Karlsruher Barockorchesters, mit dem das Gottesauer Ensemble eng verbunden ist. 


  • Werke von Komponisten der Karlsruher und Badischen Musikgeschichte bilden einen Schwerpunkt des Ensembles. 


  • Originalwerke für Oboenquartett gibt es kaum, von den prominenteren Komponisten der Musikgeschichte hat einzig Wolfgang Amadeus Mozart ein Werk für diese Besetzung geschrieben. 


  • Joseph Haydns Oboenquartett C-Dur basiert auf seinem Streichquartett C-Dur Op. 64 Nr. 1 (Hob III:65), arrangiert von seinem Zeitgenossen Franz Joseph Rosinack. 


  • Rosinack war Oboist und Komponist in der Fürstlich Fürstenbergische Hof- und Kammermusik am Hof zu Donaueschingen. 


  • Als Vorstand der Harmoniemusik musste Rosinack aktuelle und beliebte Orchesterwerke für eine kleine kammermusikalische Besetzung am Hof arrangieren, z.B. Opern und Sinfonien.  


  • Die Harmoniemusik diente der Unterhaltung in Adelshäusern. Die kleinen Ensembles spielten Freiluftkonzerte oder im Hintergrund bei festlichen Anlässen.   
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