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Das sollte nicht passieren. Nach einer Studierenden-Vorstellung der "Lustigen Witwe" gibt es 46 Coronainfektionen. Zu den Ansteckungen soll es aber nicht während der Vorstellung gekommen sein.

Das Logo des Theater in der Gumpendorfer Straße (TAG) (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Harald Schneider)
Hier entstand der Wiener Corona-Cluster: Das Theater in der Gumpendorfer Straße (TAG). Harald Schneider

Mittlerweile gibt es 46 bestätige Fälle einer Infizierung mit dem Coronavirus, die auf eine Aufführung der Lehár-Operette „Die lustige Witwe" in Wien zurückzuführen sind. Wie der Österreichische Rundfunk (ORF) meldete, fand die Vorstellung bereits am 6. September statt, die Ansteckungen wurden aber erst am 14. September bekannt. Die infizierten Menschen sind sowohl Besucher*innen der Vorstellung und deren Familienangehörige, als auch ein Techniker des Theaters.

Cluster wirkt sich auch auf Wiener Staatsoper aus

Bei der Operettenaufführung handelte es sich um eine Vorstellung von Studierenden des Universitätslehrgangs Klassische Operette der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (MUK) am Theater in der Gumpendorfer Straße (TAG). Sämtliche der 61 Besucher*innen waren mit Freikarten ausgestattete Verwandte und Bekannte der studierenden Künstler*innen gewesen. Nach Bekanntwerden der Infektionen wurden alle weiteren Vorstellungen gestoppt, Kontaktpersonen ermittelt, unter Quarantäne gestellt und getestet. Aufgrund der Nachverfolgung musste auch die Wiener Staatsoper mehrere Umbesetzungen vornehmen, da auch ein Mitglied des Opernstudios die Vorstellung im TAG besucht hatte.

Infektion vor und nach der Aufführung

Der Krisenstab der Stadt Wien geht davon aus, dass bei der Vorstellung selbst die Regeln zur Vermeidung einer Ansteckung mit dem Virus beachtet wurden. Laut dem Sprecher des Krisenstabs der Stadt Wien, Andreas Huber, wurden Abstandsregeln eingehalten und nur zugewiesene Sitzplätze vergeben. „Zur Übertragung des Virus ist es wahrscheinlich davor und danach, aber nicht während der Aufführung gekommen“, erklärte Huber gegenüber der österreichischen Agentur APA.

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