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„City Lights“ nennt Lisa Batiashvili ihre neue CD. Auf ihr vereint sind musikalische Porträts von Städten, die der georgischen Geigerin auf ihrem bisherigen Lebensweg von Bedeutung waren: Wien, Berlin, New York, Bukarest, Rom, Tiflis und viele andere mehr. Der Bogen spannt sich von Johann Sebastian Bach über Johann Strauß bis hin zu Astor Piazzolla, Katie Melua und Ennio Morricone. Begleitet wird Batiashvili vom Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin und dem Dirigenten Nikoloz Rachveli. „Ein schönes Vademecum nicht nur für diejenigen, die ihre Ferien diesen Sommer vielleicht zuhause verbringen“, meint Christine Lemke-Matwey.

Corona hat die Welt nach wie vor fest im Griff, und alles, was derzeit an CDs erscheint, liest und hört man unweigerlich auf Corona hin, auch wenn es so gar nicht gemeint gewesen sein kann. Das neue Album der Geigerin Lisa Batiashvili zum Beispiel, das „City Lights“ heißt, und Städte Revue passieren lässt, die für sie eine Bedeutung haben und zunächst nicht mehr betretbar waren. Die Solistin, die georgische Geigerin Lisa Batiashvili, in München zuhause und natürlich, wie es sich für eine international gefeierte Musikerin gehört, auch in der ganzen Welt.

Dieses Weltverhältnis wird sich, so viel ist sicher, ändern nach der Pandemie. Deutlich weniger große Tourneen wird es geben, und auch nicht sieben Städteflüge an sieben Tagen in der Woche, überhaupt wahrscheinlich und hoffentlich mehr Einkehr bei sich selbst und Konzentration. Das alles scheint Batiashvili vorausgeahnt zu haben, als sie die Idee hatte, den Städten, die ihr in ihrem musikalischem Leben wichtig waren und sind, mit einer CD ein Denkmal zu setzen: Wien, Berlin, New-York, Bukarest, Rom, Tiflis, um nur einige zu nennen.

Das mag erstmal sehr leichtgewichtig und gefällig klingen, ist es bei genauerem Hören aber nicht. Im Grunde bleibt Batiashvili sich künstlerisch einfach nur treu. Natürlich ist sie eine große weltberühmte Geigerin, aber sie weiß eben auch immer, woher sie kommt, wohin sie gehört, geografisch wie seelisch. Das macht ihren feinen, silbrigen, sinnlichen Ton aus. Auch und gerade im Blick auf eine so quirlige Stadt wie Buenos Aires. „City Lights“ heißt die neue CD der georgischen Geigerin – ein schönes Vademecum nicht nur für diejenigen, die ihre Ferien diesen Sommer vielleicht zuhause verbringen.

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