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Beim Chamber Orchestra of Europe (COE) gibt es viel zu feiern: Das Orchester wird 40 Jahre alt und es wurde zum neuen Residenzorchester von Schloss Esterházy im österreichischen Eisenstadt ausgewählt. Drei Jahre lang wird das COE bei verschiedenen Konzertprojekten mitwirken, unter anderem in der Konzertreihe „Classic.Esterhazy“.

Eine produktive Werkstätte für Joseph Haydn

Der Künstlerische Leiter der Konzertreihe Andreas Richter erzählt in SWR2 von den Besonderheiten des Ortes, an dem Joseph Haydn über 200 Stücke komponiert hat. Mehrere Fürsten nacheinander waren Musikliebhaber und förderten dort das Musikleben.

„Es war damals eine Besonderheit, dass Fürst Esterházy sich ein eigenes Orchester leisten konnte. Das war überhaupt nicht die Regel“, so Richter. Doch damit war es für Fürst Esterházy auch nicht genug. In seinem Schloss Fertőd im heutigen Ungarn konnte er sich sogar ein eigenes Opernhaus leisten, von dem sogar Maria Theresia in den höchsten Tönen erzählte.

Eine alte Tradition mit innovativem Geist

Im 21. Jahrhundert knüpfe man im Schloss Esterházy an jene alte Tradition an. Mit der Ausschreibung für ein neues Residenzorchester wollte man sein Profil erneuern: „Wir wollten ein Orchester haben, was Haydn ganz klar im Fokus hat (...) aber auch auf neuen Instrumenten spielt.“ Da Haydn als musikalischer Innovator aufgetreten sei, wolle man diesen Geist auch weiterführen und Kompositionsaufträge vergeben.

Ob es auch ein politisches Zeichen sei, nach dem Brexit ein englisches Orchester für die Residenz auszuwählen? Eisenstadt sei geographisch gesehen in der Mitte Europas, antwortet Andreas Richter. Das Burgenland sei zudem das einzige Bundesland Österreichs ohne eigenes Orchester. Es mache Sinn, ein englisches Orchester mit "Europe" im Namen dort anzusiedeln.

Buch-Tipp Andreas Oplatka: „Die ganze Welt ist ein Orchester“

„Die ganze Welt ist ein Orchester“ heißt das neue Buch von Andreas Oplatka. Eine Biographie des ungarischen Dirigenten Adam Fischer, dem Chefdirigenten der Düsseldorfer Symphoniker. Aus Anlass seines 70. Geburtstag ist nun das erste Buch über ihn erschienen. Christoph Vratz hat es gelesen.  mehr...

SWR2 Treffpunkt Klassik SWR2

Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 92 G-Dur "Oxford", bearbeitet für Bläser von Joseph Triebensee

1) Adagio - Allegro spirituoso. 2) Adagio. 3) Menuetto. Allegretto - Trio. 4) Presto. Amphion Bläseroktett. Mitschnitt aus Schloss Ettlingen, Februar 2010  mehr...

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