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Mit einem klassischen Konzert wurde in Genua die Fertigstellung der neuen Autobahnbrücke gefeiert. Stardirigent Antonio Pappano kam dazu eigens mit einem der bekanntesten Symphonieorchester Italiens.

Dirigent Antonio Pappano (r) dirigiert das Orchester der Akademie Nazionale di Santa Cecilia am Fuß des Bauwerks der neuen Autobahnbrücke in der italienischen Hafenstadt Genua. (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Piero Cruciatti)
Der britische Dirigent Antonio Pappano mit Orchester unter der Brücke. Motto des Konzerts: "Lasst uns die Zukunft bauen." Piero Cruciatti

Eine Woche vor der feierlichen Eröffnung der neuen Autobahnbrücke in der italienischen Hafenstadt Genua hat das renommierte Orchester der Akademie Nazionale di Santa Cecilia am Fuß des Bauwerks gestern Abend, 27. Juli, ein Konzert gegeben. Unter Leitung ihres Chefdirigenten Sir Antonio Pappano (60) hatten die Musiker aus Rom Werke Samuel Barbers und Ludwig van Beethovens im Programm. Der gigantische Bau auf hohen Stelzen ersetzt die Morandi-Brücke, die vor zwei Jahren eingestürzt war. Bei dem Unglück vom August 2018 waren 43 Menschen gestorben.

Architekt der Brücke: der Genuese Renzo Piano

Die neue, über einen Kilometer lange Stahl- und Betonkonstruktion hoch über der Stadt soll den Namen "San Giorgio" tragen. Sie wurde vom italienischen Stararchitekten Renzo Piano entworfen, der aus der ligurischen Hafenstadt stammt. Der 82-Jährige verglich die Brücke am Montag mit einem starken Schiff und sprach von einem Weg ins Licht, das so typisch für Genua sei. Andere Redner sahen in der schnellen Fertigstellung ein Modell für die Zukunft Italiens, sie zeige, wie man aus der Corona-Krise heraussteuern könne.

Samuel Barber als emotionaler Höhepunkt

Das als "privat" bezeichnete Konzert, das vom Bauträger organisiert war, endete mit der italienischen Nationalhymne. Zuvor war Beethovens fünfte Symphonie zu hören und Samuel Barbers "Adagio for Strings" zum Gedenken an die 43 Opfer, die der Einsturz der alten Brücke vor zwei Jahren forderte. Laut italienischen Medien der "herzzerreißendste und emotionalste" Teil des Konzerts. Zum Ende gab es minutenlangen Applaus für das Orchester.

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