SWR2 Volkslieder

"O Täler weit, o Höhen“

STAND

von Felix Mendelssohn Bartholdy

Kammerchor Stuttgart
Ein Beitrag von Nicole Dantrimont

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Der Kammerchor Stuttgart gilt als eines der besten Ensembles seiner Art überhaupt. In den vierzig Jahren seines Bestehens hat Frieder Bernius den Chor zu einer von Publikum und Presse gefeierten Ausnahmeerscheinung gemacht. Über 70 Schallplatten- und CD-Produktionen mit dem Kammerchor Stuttgart sind bei EMI, Sony und Carus erschienen, von denen 25 mit internationalen Schallplattenpreisen ausgezeichnet wurden (Edison, Diapason d’or, Classical Internet Award, 15 Preise der Deutschen Schallplattenkritik).

Liedtext

O Täler weit, o Höhen

1.O Täler weit, o Höhen,
o schöner, grüner Wald,
du meiner Lust und Wehen
andächt’ger Aufenthalt.
Da draußen, stets betrogen,
saust die geschäft’ge Welt;
|: schlag noch einmal die Bogen
um mich, du grünes Zelt. :|

2. Wenn es beginnt zu tagen,
die Erde dampft und blinkt,
die Vögel lustig schlagen,
dass dir dein Herz erklingt:
Da mag vergehn, verwehen
das trübe Erdenleid,
|: da sollst du auferstehen
in junger Herrlichkeit. :|

3. Im Walde steht geschrieben
ein stilles, ernstes Wort
vom rechten Tun und Lieben
und was des Menschen Hort.
Ich habe treu gelesen
die Worte schlicht und wahr.
|: und durch mein ganzes Wesen
ward’s unaussprechlich klar. :|

4. Bald werd ich dich verlassen,
fremd in der Fremde gehn,
auf bunt bewegten Gassen
des Lebens Schauspiel sehn;
und mitten in dem Leben
wird deines Ernsts Gewalt
|: mich Einsamen erheben,
so wird mein Herz nicht alt. :|

Melodie: Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847), „Sechs Lieder im Freien zu singen für vierstimmigen gemischten Chor“ op. 59 Nr. 3 („Abschied vom Walde“), 1843
Text: Joseph von Eichendorff (1788–1857), 1810

Vom Kammerchor Stuttgart für das Liederprojekt gesungen.

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AUTOR/IN
SWR