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Wie das Salz in der Suppe

Es soll sie gegeben haben, die idealen Liebespaare, die ihr Leben in unaufhörlicher Harmonie verbrachten, niemals von einem Wölkchen getrübt. Für die Musik wäre ein solcher Zustand unerträglich. Das Zusammenklingende, die Konsonanz, braucht das Auseinanderklingende, die Dissonanz, wie die Suppe das Salz.

Der klanglichen Abwechslung halber und als Mittel, alles Negative im menschlichen Dasein darzustellen, von Liebesschmerz bis Schiffsuntergang, von Tinnitus bis Mord, von Sintflut bis Karies. (SWR 2018)

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