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Wenn für Menschen das Kontaktverbot gilt, dann bitte auch für die Musik, dachte sich der Komponist Arno Lücker und hat Beethovens „Für Elise“ kurzerhand umgeschrieben – mit mindestens einer großen Terz Abstand zwischen allen Tönen. Herausgekommen ist ein musikalischer Kommentar zur Corona-Krise, der im Internet ein Hit ist.

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„Die Leute haben das sofort verstanden“, sagt Arno Lücker in SWR2, „das fand ich sehr berührend.“ Nachdem der Komponist seine Corona-Version von Beethovens „Für Elise“ im Internet zur Verfügung stellte, erschienenen auf Youtube Videos mit Interpretationen aus der ganzen Welt. „Ich habe nicht einmal den Begleittext auf Englisch übersetzt. Doch die Leute haben das verstanden, in Taiwan, Südkorea, China und Japan“,, staunt der Musikkritiker in SWR2 über den Erfolg seiner Komposition.

„Für Elise – Corona Version“ in Japan

Staatsorchester Damrstadt spielt „Für Elise – Corona Version“

Mittlerweile ist „Für Elise – Corona Version“ über den Umweg dieses internationalen Renommees nach Deutschland zurückgekehrt. Die Blechbläsergruppe des Staatstheaters Darmstadt hat die Brass-Variante eingespielt. Unter Einhaltung des Abstandsgebots trafen sie sich zum gemeinsamen Musizieren in der Videoschalte.

Gespräch Gute Nachricht in der Corona-Krise: Das Beethoven-Jubiläumsjahr wird bis 2021 verlängert

Malte Boecker ist künstlerischer Geschäftsführer des Beethoven Jubiläum GmbH in Bonn. Nachdem der Start in das Beethovenjahr 2020 ein voller Erfolg war, mussten aufgrund der Corona-Pandemie vorerst alle weiteren Veranstaltungen rund um Beethoven abgesagt werden. BTHVN2020 soll aber 2021 fortgesetzt werden. Beethovens 250. Tauftag, der 17. Dezember 2020, wird damit nicht zum Finale, sondern zu einem Höhepunkt der Feierlichkeiten. Malte Boecker erzählt im Gespräch mit Martin Hagen über die Zukunftspläne und wie sich die Coronakrise auf die Auseinandersetzung mit Beethoven auswirkt.  mehr...

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Forschung Wie sich unser Umgang mit Musik in der Corona-Krise verändert

Balkonkonzerte mit den Nachbar*innen, DJ-Livestreams im Netz, Corona-Songs, die viral gehen: Musik scheint in der Pandemie ihre gesellschaftliche Schlüsselrolle zu entfalten. Ein Team von internationalen Musikwissenschaftler*innen will jetzt herausfinden, ob sich unser Umgang mit Musik in der Krise verändert. Nutzen Menschen Musik intensiver? Die Ergebnisse der Studie liegen noch nicht vor, aber es zeigen sich Tendenzen, zum Beispiel zu einer humorvollen und lustigen Neuinterpretation von Popmusik, sagt Melanie Wald-Fuhrmann vom Max-Planck-Institut in Frankfurt.  mehr...

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