Neujahrskonzert

Daniel Barenboim dirigiert das Wiener Neujahrskonzert 2022

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Das traditionsreiche Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker wird 2022 von Daniel Barenboim geleitet. Das gab das Orchester nach dem Neujahrskonzert am 1. Januar 2021 mit Riccardo Muti bekannt.

Daniel Barenboim in der Staatsoper Unter den Linden (Foto: Pressestelle,  Christian Mang)
Als Pianist trat Barenboim im Jahr 1956 zum ersten Mal mit den Wiener Philharmonikern auf. Pressestelle Christian Mang

Im kommenden Jahr soll Daniel Barenboim die 82. Ausgabe des Wiener Neujahrskonzertes leiten. Der Generalmusikdirektor der Berliner Staatsoper Unter den Linden wird damit zum dritten Mal nach 2009 und 2014 das Konzert dirigieren.

In einem Jahr soll auch alles wieder wie gewohnt über die Bühne gehen: mit 2.000 Gästen im Goldenen Saal. Die Karten kosten bis zu 1.200 Euro und werden größtenteils verlost. Zum Teil laden auch die Orchestermitglieder, die ein Vorkaufsrecht haben, oft Prominente ein.

„Daniel Barenboim nimmt in der Geschichte der Wiener Philharmoniker einen außergewöhnlichen Stellenwert ein. Mit ihm verbindet uns nicht nur eine sehr lange und fruchtbare künstlerische Partnerschaft, sondern auch eine große Freundschaft. [...] Im nächsten Jahr feiert er auch seinen 80. Geburtstag. Als Zeichen dieser tiefen künstlerischen Verbundenheit bitten wir ihn am 1. Jänner 2022 zum 3. Mal an das Pult des Neujahrskonzertes."

Das Wiener Neujahrskonzert - eine lange Tradition

Die Tradition des Neujahrskonzertes begann in einer dunklen Zeit: Im Jahr nach der Eingliederung Österreichs in das nationalsozialistische Deutsche Reich fand das erste Neujahrskonzert am Silvesterabend 1939 statt. Der Erlös ging an das Kriegswinterhilfswerk in Berlin.

Auch während des Corona-Lockdowns fand das Wiener Neujahrskonzert statt. Die Wiener Philharmoniker unter der Leitung von Riccardo Muti spielten ohne Publikum, aber für die Fernsehkameras. Nach ORF-Angaben wurde das Konzert in 90 Länder übertragen und hat mehr als 50 Millionen Fernsehzuschauer erreicht.

Corona-Forschung Auch Wiener Philharmoniker untersuchen Infektionsrisiko bei Bläser*innen

Bei mit dem Coronavirus infizierten Bläser*innen wurde beim Musizieren zunächst ein erhöhter Virenausstoß befürchtet und ein großer Abstand der Bläser empfohlen. Bei den Bamberger Symphonikern und Wiener Philharmonikern wurde das tatsächliche Risiko bei ihren Bläser*innen mittlerweile wissenschaftlich untersucht und die Bundeswehr-Uni sieht bei der Querflöte das größte Risiko.

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SWR